Schuldenerlass für fast 500.000 Schuldner

Hat gut lachen (Bild: shutterstock.com/Von Oleg Elkov)
Hat gut lachen (Bild: shutterstock.com/Von Oleg Elkov)

Dänemark – Nein. Der deutsche Michel ist damit nicht gemeint. Der wird weiterhin mit einem Spitzensteuersatz von 45 Prozent seines Einkommens von einem nimmer satten Staat beraubt. Freuen dürfen sich die Dänen. 

„Sehr geehrter Steuerzahler, wir haben Ihre Schulden bei uns abgeschrieben. Das heißt für Sie, dass Sie uns den Betrag jetzt nicht mehr schulden!“, so der Inhalt der frohen Botschaft kurz vor Weihnachten an rund 485.000 Schuldner der dänischen Steuerbehörde.

Wie die Zeitung „Politiken“ berichtet, verzichtet der dänische Staat auf insgesamt 5,8 Milliarden dänische Kronen – also rund 778 Millionen Euro. Da es sich bei den säumigen Zahlern mehrheitlich um kleinere Beträge handle, übersteigen die Kosten der Beitreibung den Wert der Einnahmen, heißt es dazu. Unter den Beglückten seien laut dem Magazin nicht nur säumige Parkplatzsünder und ausstehende Fernsehzuschauer, die ihre Gebühren nicht bezahlt haben, sondern auch Steuerschuldner.

Kritik an dem Schuldenerlass, der laut den Medien Menschen mit geringem Einkommen wie Arbeitslosen und Frührentnern zugute komme, gab es jedoch – und das nicht zu Unrecht: Die Zahlungsmoral jener Bürger, denen keine Schulden erlassen wurden, könnte darunter leiden und rechtschaffene Zahler könnten sich etwas veräppelt vorkommen. (SB)

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