Transgender: „Ich bin der Beweis, dass kein Mann eine Frau sein kann“

Foto:Von mrkornflakes/shutterstock
Transgender - Foto:Von mrkornflakes/shutterstock

„Ich glaube, ich bin der Beweis, dass kein Mann wirklich eine Frau werden kann“. Es ist eine äußerst kontroverse Aussage, aber Leanne, die als Junge auf die Welt kam und sich vor 23 Jahren einer Geschlechtsumwandlung unterzog, ist nie wirklich glücklich geworden. Heute möchte sie alle warnen, diese Entscheidung leichtfertig zu treffen. Eine Operation ist nicht immer die richtige Antwort, sagt sie heute.

„Heute liegt es im Trend, trans zu sein, besonders unter den jungen Leuten. Ich möchte sie warnen, dass ein Mann niemals eine echte Frau werden kann oder umgekehrt. Ihnen wird ein unmöglicher Traum verkauft, sie werden hinters Licht geführt“, erklärt die Britin Leanne „Ich kann niemals eine Frau sein. Ich wurde als Mann geboren und es hat mich Jahre gekostet, die Wahrheit zu akzeptieren, dass ich biologisch immer noch ein Mann bin – egal wie viele Hormone ich nehme oder was mir abgeschnitten wird“, weiß die blonde 57-Jährige.

Schon mit vier Jahren habe sie – damals noch als Junge mit dem Namen Lee Antony – das Gefühl gehabt, im falschen Körper gefangen zu sein. Als Teenager trug sie heimlich die Kleider ihrer Mutter. „Ich hasste meinen männlichen Körper und konnte mich nicht im Spiegel ansehen. Mich wie eine Frau anzuziehen, machte mich glücklich“, erinnert sich Leanne.

Im Januar 1978, an ihren 17ten Geburtstag gestand sie ihren Eltern, dass sie kein Junge mehr sein wollte. Ihr Vater Geoff, ein Polizist, nahm seinen Teenager Sohn in den Arm und sagte : „Oh Lee, alles was die Ärzte für dich tun können, ist, es wegzuschneiden“. „Heute weiß ich, dass er Recht hatte. Er wußte und ich weiß es heute auch, dass ich niemals biologisch zum Mädchen werden konnte. Ich bin nur die Kopie einer Frau“, so Leanne.

In den 80er jähren spielte sie in einem Film über Transsexuelle mit, sprach über ihre Zukunftsträume und zeigte sich stolz in Rock und auf hohen Schuhen. Doch ihr Leben verlief nicht wie erhofft. Sie fand nie die Liebe, nach der sie sich sehnte und hielt sich mit einer endlosen Zahl von verschiedenen Jobs über Wasser. Jeder Mann wendete sich von ihr ab, wenn er erfuhr, dass sie ein er gewesen war. Die Beziehung zu ihren Eltern blieb bis zu deren Tod schwierig. Vor allem die Mutter konnte es nur schwer akzeptieren, nun eine Tochter vor sich zu haben. Für sie blieb bis zu ihrem Ende Leanne immer ihr Sohn Lee.

screenshot MailOnline
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„Ich habe gesehen, wie meine Familie auseinander gerissen wurde, Freunde sich abgewandt haben und habe meine Hoffnung einen Mann zu finden, aufgegeben“, sagt sie. „Mir wurden Kindern und Enkelkindern verwehrt, wichtige Erfahrungen, an denen sich andere Frauen in meiner Alter freuen können“, bedauert Leanne. „Ich möchte andere vor dem wirklichen Leben als Transsexueller und den Tragödien warnen, die es mit sich bringen kann.“

Sie sieht besorgt auf die anstehenden britischen Gesetzesänderungen, nach denen in Zukunft jeder sein Geschlecht und seine Geburtsurkunde ändern kann, ohne dafür eine ärztliche Diagnose. Bisher brauchen Transsexuelle dafür eine medizinische Beurteilung, was sogenannte Trans-Aktivisten, Gleichstellungsbeauftragte per Gesetz abschaffen wollen.

Leanne ist besorgt über den allgemeinen Transgender-Hype, der durch Medien und Politik gefördert und beschönigt wird.

„Überall werdenTrans-Erfolgsgeschichten veröffentlicht, Misserfolge jedoch selten“, so Leanne gegenüber MailOnline. „Ich habe größte Sorgen angesichts des Gesetzentwurfs und seinen Auswirkungen auf verwirrte junge Menschen. Der heute eher rücksichtslose und verantwortungslose Trend, nachdem es Mode ist, Trans zu sein und der überall in den Medien propagiert wird,  treibt viele von ihnen zu lebensverändernden und irreversiblen chirurgischen Entscheidungen. Ich kann nicht genug betonen, dass es unbedingt notwendig ist, sich vor der Geschlechtsumwandlung ärztlichen Untersuchungen und angemessene Vorbereitungen zu unterziehen. Was ist, wenn er oder sie zu spät herausfindet, dass sie nicht trans sind, sondern eigentlich schwul?“, fragt sie sich.

„Ich hatte große Hoffnungen, meinen Traum zu verwirklichen, als ich 1995 nach der  Operation das Krankenhaus verließ. Alles war für einige Jahre, in denen ich als Frau durch die Clubs zog und feierte. Doch ich konnte am Ende den Ketten meiner männlichen Herkunft nicht entkommen. Den jungen Leuten wird heute von den Befürwortern weiß gemacht, sie würden auf Rosen gebettet und von der Gesellschaft akzeptiert. Sie denken alle, sie finden den richtigen Partner und alles wird ganz wunderbar. Ich möchte nicht, dass andere diesen  irreversiblen Schritt in Betracht ziehen und so wie ich enden, verloren in einer Welt der Dämmerung und der Einsamkeit“, erklärt Leanne heute traurig.

Während 1980 nur von rund 1000 sogenannten Transsexuellen die Rede war, ist ihre Zahl in den letzten Jahren nicht nur in Großbritannien sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des Gleichstellungskomitees leben dort zwischen 200,000 und 500,000 Transsexuelle, die auf einen Termin zur Geschlechtsumwandlung in den entsprechenden Kliniken warten. Dank ständiger positiver Medienberichterstattung und entsprechender Indoktrination in Kindergärten und Schulen ist die Zahl der unter 18-Jährigen besonders hoch, die am Geschlechter-Wechsel-Spiel teilnehmen – viele von ihnen sind erst 11 und 12 Jahre alt.

Auch Deutschland steht den „Geschlechts-verwirrten“ Briten in Nichts nach. Laut „Jedes Geschlecht verdient Respekt“ tummelten sich auch hierzulande in diesem Jahr „200.000 Menschen, die dem umfangreichen Bereich trans* in Deutschland zu zurechnen sind“. (MS)

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