Gelbwesten-Proteste: Auf Macron wartete schon der „Rettungs-Hubschrauber“

screenshot Youtube
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Während der Gelbwesten-Proteste am vergangenen Wochenende war der französische Präsident scheinbar auf alles vorbereitet. Unzählige Sicherheitskräfte bewachten ihn im Élysée-Palast und ein Hubschrauber stand bereit, um ihn im Falle eines Sturms des Amtssitzes in Sicherheit bringen zu können. 

Allein 500 Mitglieder der Republikanischen Nationalgarde, weitere hunderte bewaffnete Polizisten und Gendarmen sowie Wasserwerfern schützten den Präsidenten laut Le Dauphine am vergangenen Sonnabend vor seinen wütenden Bürgern.

Der Helikopter hätte abflugbereit gestanden um den französischen Präsidenten zu evakuieren, falls es den Demonstranten gelungen wäre, den Élysée-Palast zu stürmen. Augenzeugen beschreiben den Präsidenten als „versteinert“ angesichts der gewalttätigen Proteste, die sich in Paris, Toulouse, Bordeaux und anderen Städten Bahn brachen und gegen ihn gerichtet waren.

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Die Helikopter-Szene erinnert an die Flucht des rumänischen Diktators und Präsidenten Nicolae Ceaușescu 1989, als am 22. Dezember eine aufgebrachte Menschenmenge seinen Parteisitz stürmte. Auch er hatte die Flucht mit dem Hubschrauber versucht und stieg kurz darauf mit seiner Frau in einen Schützenpanzerwagen, um außer Landes zu fliehen. Am 25. Dezember wurden er und seine Frau vor einem Militärgericht  Schnellverfahren zum Tode verurteilt.

Obwohl der französische Präsident Macron am Montag in einer Fernsehrede zahlreiche Zugeständnisse wie die Erhöhung des Mindestlohns um 100 Euro angekündigt hatte, bereitet sich das Land heute auf den „Act V“  und somit ein weiteres Protestwochenende vor. Laut Umfragen will eine Mehrheit von 54% der Franzosen, dass die Gelbwesten weiter protestieren. (MS)

 

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