Diverse Geburtenregister: Bundestag beschließt drittes Geschlecht

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"Allmächt, der Bundestag!" - (Foto: Facebook Screenshot)

Außer „männlich“, „weiblich“ und „ohne Angaben“ kann künftig auch „divers“ ins Geburtenregister eingetragen werden. So lautet ein Beschluß des Bundestags. Kritik kam sowohl von den Grünen, als auch vom Lesben- und Schwulenverband.

Neugeborene werden künftig als „männlich“, „weiblich“, „ohne Angaben“ oder „divers“ im Geburtenregister erfaßt. Das hat der Bundestag am Donnerstagabend beschlossen. Damit folgte das Parlament einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, demzufolge die bisherige Regelung gegen das Persönlichkeitsrecht verstoßen hat.

Der Beschluß schafft eine Option für intersexuelle Personen, die männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale aufweisen. Das Geschlecht soll künftig auch im Nachhinein geändert werden können, wenn bei der Geburt das falsche gewählt wurde. Auch die Änderung des Vornamens wird möglich. Voraussetzung für beides ist jedoch eine ärztliche Bescheinigung.

Dem Lesben- und Schwulenverband geht das nicht weit genug, wie der „Spiegel“ meldet. „Entwürdigende Begutachtungen und Pathologisierungen müssen abgeschafft werden„, hieß es seitens des Verbandes. Die Organisation fordert, standesamtliche Änderungen des Vornamens sowie des rechtlichen Geschlechts auf Antrag zu ermöglichen, und zwar ohne ärztliche Bescheinigung. Das hatten die Grünen im Verlauf der parlamentarischen Beratungen ebenfalls gefordert.

Gegen den Beschluß argumentierte vor seiner Fassung der CDU-Abgeordnete Marc Henrichmann. Er betonte das staatliche Interesse an einem Personenstandsregister mit Beweiskraft. Dies lasse eine Selbsteinschätzung nach subjektiven Empfindungen nicht zu.

Einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Herbst 2017 zufolge verstieß die bisherige Rechtslage mit nur zwei Geschlechtsoptionen gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Die Richter verordneten eine Neuregelung bis Ende dieses Jahres. (ME)

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24 Kommentare

  1. Es geht denen nicht darum, Intersexuellen zu helfen. Selbst in Wissenschaftssendungen im öffentlich-rechtlichem Fernsehen wie „Quarks“ oder „Planet Wissen“ wird uns eingetrichtert, dass es nicht einfach zwei Geschlechter gibt, sondern viele Zwischenstufen. Aus biologischer Sicht ist das Blödsinn, auch wenn Weibchen auch männliche Eigenschaften und Männchen auch weibliche haben. Es gibt trotzdem nur zwei Geschlechter.

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  2. Im nächsten Jahr werde ich meiner KFZ-Versicherung mitteilen, dass ich beschlossen habe, eine Frau zu sein. Dann wähle ich den günstigeren Frauentarif.

    • Dann dürfen Sie auch beim Frauen-Saunatag in die Sauna und zum Frauen-Schwimmtag ins Schwimmbad. Umkleide für Frauen wird dann auch Pflicht.
      Eigentlich sehe ich da keine Nachteile.

    • Von wegen ! Alle weiblichen Kosmetikprudukte sind teurer als gleiche Produkte für Männer ! Auch alle Apparate für Fauen bestimmt sind teurer wie zB Rasierer etc…

  3. Bei der geringen Prozentzahl der wirklich Betroffenen wundert mich nur, wie laut die blöken können! Als wenn sich alles nur um sie drehen würde und jetzt alle Weltprobleme gelöst wären. Na ja, die Grünen haben eben ausprobiert, was man ohne Wissen und Verstand, aber mit einer Riesenklappe erreichen kann! (Roth, KGE, Beck usw!)

    • ich glaube nicht, dass die meisten Hermaphroditen über diesen Eintrag im Pass glücklich sein werden. Kommt so einer in eine Kotrolle (Verkehrskontrolle, Zoll,…) un sieht dann das gerade noch unterdrückte Grinsen….
      Nebenbei: jeder Biostudent der ersten 2 Semester wird bestätigen können, dass es nur 2 Geschlechter gibt: männlich und weiblich. Wir leben in einer dualen Welt.

  4. Daß ich dachte, es sei besser, eine Frau zu sein, ist mir zuletzt vor über 40 Jahren passiert, als mir kaum 2 Wochen nach em Abi der Einberufungsbescheid ins Haus flatterte. Daß ich glaube, ich werde zum Elch, passiert mir in den letzten 10 Jahren zunehmend häufiger schon morgens, wenn ich die Zeitung aufschlage.

  5. Ich finde es schon richtig, dass eine solche Entscheidung nicht jeder für sich selber treffen kann, dass entsprechende Voraussetzungen gegeben sein müssen, die nur Mediziner feststellen können. Denn eine solche Entscheidung fällt auch vielen persönlich sehr schwer. Da brauchen sie Beratung und Unterstützung.
    Ich hatte in meiner ersten Klasse als Lehrerin eine Schülerin, ich nenne sie mal Emma. Ich schrieb das erste Zeugnis und es kam prompt zurück mit der Bemerkung, die heißt nicht Emma sondern Egon. Nachdem ich ihr Problem kannte habe ich mich mehrfach mit ihr/ihm unterhalten und habe die Zweifel durchaus gespürt.
    Wenn man jetzt schon Kinder mit so einer Entscheidung in der Geburtsurkunde in die Schule schickt, sind die Probleme und das Mobbing vorprogrammiert.

  6. Ich vermute das ein großer Teil der Bevölkerung an den schwachsinnigen Kinderreien der linksgrün-versifften Blockpartei-Politikern kein Bock hat. Diese fangen an zu überteiben und nerven nur, bzw. versuchen die große Masse ihren Schwachsinn aufzuzwingen. Irgendwann führt das dann zu einer Gegenreaktion, und dann sollten Leute aus gewissen Kreisen sich nicht wundern wieder so ähnliche Dinge wie „rosa Winkel“ am Revers tragen zu müssen, mit allem was dazugehört. So kann es dann kommen.

  7. In 300 Jahren werden Historiker süffisant-schaudernd Ihren Studenten von einer Zeit berichten, dem „dunklen Zeitalter der sexuell Verwirrten und der politischen Verlogenheit“ einem Zeitalter wo massiv überbetont abweichende Sexualpräferenzen von dekadenten „Politikern“ gepredigt wurde, das von einem ebenso dekadenten und falschinformierten Volk bereitwillig angenommen wurde.

    • In 300 Jahren werden auf der ganzen Welt dunkelhäutige Steinzeitvölker in Lehmhütten hausen. Dann wird es weder „Historiker“ noch „Studenten“ geben. Ersetzen Sie einfach 300 durch 30 Jahre, dann stimmts!

    • Naja, es gibt nun mal eine kleine Zahl von Menschen, die sich biologisch nicht einem der beiden Geschlechter zuordnen lassen: diese Menschen nennt man ‚Intersexuelle‘ und die sind weder Mann noch Frau. Und deshalb hat eine intersexuelle Person geklagt, da sie entweder als Mann oder Frau gefuehrt werden muss – und beides ist sie nicht. Dass das wegen einer Laune der Natur so ist, ist nicht die Schuld des Intersexuellen. Und fuer diesen ‚dritten Eintrag‘, der faelschlicherweise als ‚drittes Geschlecht‘ bezeichnet wird – was er nicht ist – muss man ein aertztliches Attest vorlegen, denn die Intersexualitaet laesst sich wissenschaftlich pruefen. Wie gesagt: dieses BVerfG-Urteil gilt nur fuer Intersexuelle, fuer niemanden sonst – das finden die Linken natuerlich nicht gut. Ich jedenfalls begruesse es, dass Intersexuelle nicht mehr als etwas bezeichnet werden muessen, was sie biologisch einfach nicht sind…

  8. Die Kasten Angehörigkeit wird auch mal zum Thema, ob man zu den Reichen oder Armen und zu den Herren oder den Sklaven hineingeboren wurde, muss dann auch eingetragen werden.

  9. Wohin man auch immer schaut bei diesen Entscheidern. Einen sexuellen Komplex scheinen die meisten zu haben. Gibt es eigentlich noch Heterosexualität?

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