Schnellmerker: Grüne meint, These vom Einzeltäter Amri muss revidiert werden

Foto: Breitscheidplatz nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Es gibt immer wieder Politiker, die etwas länger dauern, bis sie begreifen, dass der Islam-Terror keine Sache durchgeknallter Einzeltäter ist, sondern im System des Dschihads verankert ist und als eine Variante des politischen Islams gilt. Dafür haben die Grünen früher alle als Nazis an die Wand gestellt. Und jetzt das: Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, hält es angesichts neuer Erkenntnisse über einen von dem Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri und einem in Frankreich in Haft sitzenden Islamisten geplanten Sprengstoffanschlag in Deutschland für nötig, die These vom mutmaßlichen Einzeltäter Amri zu revidieren. „Die mutmaßlichen Planungen eines Sprengstoffanschlags werfen ein völlig neues Licht auf die mögliche Rolle Amris im Kontext islamistischer Zirkel rund um die Fussilet-Moschee“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgabe). „Die bisherige Erzählung vom Einzeltäter Anis Amri muss höchstwahrscheinlich grundlegend revidiert werden.“

Mihalic fügte hinzu: „Wir müssen jetzt dringend erfahren, seit wann Sicherheitsbehörden über dieses Wissen verfügen. Es wäre ein Wahnsinn, wenn diese Planungen bereits vor dem Anschlag vom Breitscheidplatz bekannt gewesen wären und nichts unternommen wurde.“ Der Attentatsplan ergibt sich aus einem Brief der Bundesanwaltschaft an das Bundesjustizministerium vom 10. Dezember 2018, über den zuerst der „Tagesspiegel“ berichtet hatte.

Das RND beruft sich ebenfalls auf das Schreiben. (Quelle: dts)

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