AKK, die Versagerin aus dem Saarland und ihre grottige „ökonomische Schlussbilanz“

AKK versus Steingart (Bild: Screenshot)
AKK versus Steingart (Bild: Screenshot)

In der letzten Plapperrunde bei Anne Will geriet Gabor Steingart, Journalist und Autor, mit AKK aneinander, weil er die ökonomische Schlussbilanz der ehemaligen saarländischen Ministerpräsidentin als „nicht wirklich beeindruckend“ bewertete. AKK wehrte sich heftig- und wird mit sogenannten „Fakten“ widerlegt.

Dass Gabor Steingart, der Miteigentümer des Handelsblatts ist, kein ausgemachter AKK-Fan ist, zeigte sich bereits vor ihrer Inthronisation zur CDU-Vorsitzenden. Da hatte er AKK jegliche Qualifikation für den Job abgesprochen. Am Sonntag fragte Steingart die frisch Gekürte, ob sie sich den Kanzlerjob auch zu traue. Denn, so einige Sätze weiter – ihre ökonomische Schlussbilanz als ehemalige saarländische Ministerpräsidentin sei ja nicht so beeindruckend ausgefallen, wie sie selbst immer gern behaupte.

So angeschossen unterbrach „MiniMerkel“ den Journalisten und legte los: Solch eine Kritik sei in höchstem Maße „despektierlich“ gegenüber den „Saarländern und SaaländerInnen“. Und was sie nicht alles Tolles geleistet hätte im Saarland, so die offensichtlich stinkige und nicht mehr zu bremsende AKK. Nach einer wahren Litanei an Wohltaten, die das Saarland erfahren habe und einer Lobeshymne durch „Ich kann auch Kanzler“-Martin Schulz, kam Steingart nicht mehr zu Wort und somit zu keiner weiteren Ausführung über AKKs Kompetenz.

Das holte Steingart – wie bei der ZDF-Politikshow versprochen – nach und veröffentlichte am Montag betreffende Fakten – unter anderem beim Focus:

  1. Die saarländischen Kommunen und das Land weisen – Stand Juni dieses Jahres – die höchste Pro-Kopf-Verschuldung eines deutschen Bundeslandes auf. 17.618 Euro. Damit liegt der Verschuldungsgrad um ca. 30 Prozent über dem von NRW und um über 50 Prozent über dem aller ostdeutschen Bundesländer.
  2. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mit 35.460 Euro zurzeit um rund 50 Prozent unter dem des Stadtstaates Hamburg, deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und um rund zehn Prozent hinter dem anderen ehemaligen Stahl- und Kohleland Nordrhein-Westfalen.
  3. Wäre die Bundesrepublik ein vergrößertes Saarland, wäre sie ein Schuldenstaat außerhalb des Maastricht-Vertrages und seiner Stabilitätskriterien. Deutschland wäre eine Nation mit höherer Arbeitslosigkeit, niedrigerem Pro-Kopf-Wohlstand und der Titel des Exportweltmeisters wäre, angesichts der ausgeprägten Import-Abhängigkeit des Saarlandes, auch dahin. Das Saarland ist menschlich bereichernd, landschaftlich faszinierend, aber ökonomisch eben kein Vorbild. Das festzustellen, ist nicht beleidigend, nur wahrhaftig.

 

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