London: Tommy Robinson führt Tausende von Demonstranten nach Whitehall

Tommy Robinson - Foto: Screenshot YouTube

Im Schatten der Ereignisse von Paris stehend, führte Tommy Robinson tausende von Pro-Brexit-Demonstranten durch das Stadtzentrum von London bis vor Theresa Mays Haustür. Der Mitbegründer der English Defence League vereinigte sich mit der UKIP zum „Brexit betrayal“ – Marsch.

Der wiederum wurde von den üblichen Gegendemonstranten aus Labour-Abhängigen und „antifaschistischen Gruppen“ begleitet. In einem Livestream-Video auf Robinsons Facebookseite sei zu sehen, wie er seinen Unterstützern vor ihrem Protestzug nach Whitehall erklärt, wo sie ihre Transparente entlang der Route postieren sollen, wie metro.co.uk. meldet.

Dutzende von Reportern und Hunderte seiner Anhänger versuchten, mit ihm ins Gespräch zu kommen. „Fake News in ihrer vollen Ansicht“, rief Robinson einer Wand aus Fotografen zu, die ihn in der Park Lane begrüßten. „Ihr seid sowieso nur da, um hinterher zu lügen. Ihr seid hier, um Leute zu dämonisieren und zu verleumden“.

Wo Gerard sei, wollte Robinson wissen. Er meinte den UKIP-Chef Gerard Batten, der Tommy Robinson als politischen Berater angeheuert hatte. Diese Verbrüderung von EDL und UKIP gilt als Beweis einer neuen Parteiausrichtung und führte bereits dazu, daß Prominenz ausgetreten ist, darunter der unvergleichliche Nigel Farage, was einen herben Verlust für die UKIP bedeutet. Aber auch Paul Nutall hat die UKIP inzwischen verlassen.

John McDonnell, der Schattenkanzler, drängte seine Labour-Unterstützer derweil, gegen das „Gift“ von Herrn Robinson anzumarschieren. „Bei diesem  Demonstrationszug“, – er meint den von Robinson -, „geht es nicht um den Brexit, sondern darum, daß sich Rechtsextremisten feine Anzüge anziehen, um vorzutäuschen, sie seien respektable Persönlichkeiten.“ Der Kanzler des schattigen Gedankens weiter: „Ein neu belebtes, gut finanziertes Netzwerk des Hasses ist aufgetaucht. Es reicht vom früheren Strategen Donald Trumps, Herrn Steve Bannon aus den USA, bis zum früheren EDL-Chef Robinson zuhause bei sich daheim. Und es bedroht die Grundpfeiler unserer Nation.“

Solcherart im Geiste des Schattenkanzlers McDonnell gestärkt, zogen die Gegendemonstranten beseelt demonstrierend von dannen, um zu erringen den Sieg über Tommy den Robinson und seine völlig verrohten Spießgesellen. Genützt hat es nichts. Robinson und den Seinen gelang es, bis nach Whitehall durchzubrechen.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren von der Polizei nach oben geschraubt worden, weil es bereits im Juni im Rahmen einer Londoner Robinson-Kundgebung ernsthafte Gewaltexzesse gegeben hatte, bei denen fünf Polizisten durch Flaschen und Absperrgitter verletzt wurden, welche ihnen entgegengeschleudert worden sind. Scotland Yard teilte mit, die Sicherheitsvorkehrungen orientierten sich auch an der Einschätzung der Geheimdienste. Robinsons Anhänger versammelten sich vor dem Dorchester Hotel und zogen dann entlang einer ausgewiesenen Route von der Park Lane in die Parliament Street.

Dort angekommen, wurden sie durch Polizeibarrieren von den Gegendemonstranten im Geiste des Schattenkanzlers getrennt. Die waren aus Richtung des BBC-Gebäudes vom Portland Platz nach Whitehall gekommen. Nick Lowles von den Antirassisten der Gruppe „Hope Not Hate“ war einer der Vielen, die Tommy Robinsons Demonstrationszug äußerst kritisch gegenüberstanden. Lowles: „Das ist ein zynischer Versuch einiger der extremsten Stimmen Britanniens, vereint im Hass auf Moslems und andere Minderheiten, die Spannungen in der britischen Gesellschaft auszunutzen, um Hader und Zwietracht zu säen, ganz so, wie es Gerard Batten mit der UKIP vormachte, die er islamophobisch aufgeladen und nach rechts geführt hat, seitdem er Parteichef geworden ist.“

Galoppierender Realitätsverlust

Herr Lowles ist ein typisches Beispiel für den völligen Realitätsverlust. Von wegen „Moslems und andere Minderheiten“. Seit 2001 wurden in London 500 Kirchen geschlossen und 423 Moscheen eröffnet. Leute wie Lowles können die Zukunft nicht antizipieren. Gerard Batten, die UKIP und Tommy Robinson gibt es nicht wegen nichts.

Der britische Multikulturalismus nährt die schleichende Islamisierung. Die Moslems denken nicht im Traum daran, eine Minderheit zu bleiben. In Manchester sind inzwischen 16 Prozent der Einwohner muslimisch. In London sind ganze Stadtviertel islamisch dominiert. Londons Bürgermeister Sadiq Khan ist Moslem. Mittlerweile findet auch die Scharia in weiten Teilen des Landes Anwendung. Führende Persönlichkeiten unterstützen das. Sir James Munby beispielsweise, einer der obersten Richter des Landes, oder der ehemalige Erzbischof von Canterburry, Rowan Williams, der die Ansicht vertrat, britisches Recht müsse auch Elemente der Scharia enthalten.

In London gibt bereits 100 offizielle Schariagerichte. Dank eines Urteils des britischen Schiedsgerichtes und der Möglichkeit einer alternativen Streitbeilegung ist diese Form der Paralleljustiz möglich geworden.

Der Rechtsruck, den die UKIP durch die Aufnahme Tommy Robinsons als politischen Berater des Parteichefs Batten erfahren hat, ist logisches Resultat der ideologischen Verbohrtheit einer Gegenseite, welche die Wirklichkeit dadurch ausblendet, daß sie sich vernünftigen Prognosen verweigert. Die Moslems in Großbritannien werden keine Minderheit bleiben.

Offiziell war der Anlaß für Robinsons Demonstrationszug nach Whitehall aber der Brexit. Das Gewese, das um Tommy Robinson und die Seinen gemacht wird, geht also am Demonstrationszweck ziemlich vorbei. Brexit und Islamisierung haben nur bedingt miteinander zu tun. Es liegt in der Natur der Sache, daß, wer sein Vaterland nicht islamisiert haben will, auch keine weiteren nationalen Kompetenzen an ein supranationales Bürokratiemonster abtreten will.

In einer gelben Weste war Tommy Robinson jedenfalls nicht zu sehen. Es ging vergleichsweise zivilisiert zu in London. (ME)

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. ich halte es für blödsinn, wegen den ersten größeren schwierifkeiten die EU „auf den Müll zu werfen“!
    Man rennt ja nicht gleich zum Scheidungsanwalt, weil der Partner/in was flasch gemacht hat.

  2. Der Brexit Marsch soll 4.000 Teilnehmer gehabt haben, die Zahl der Gegendemonstranten soll sich auf 15.000 belaufen haben.

    • Diie Engländer glauben halt der BBC so ziemlich alles, und wenn die sagen, daß Multikulti gut, Islam friedlich und Brexit oder Tommy Robinson Mist sind, dann ist das eben so.

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