Bildungs-Vergrünung: Neuer CDU-Generalsekretär ohne Abschluss

Bildungs-Vergrünung der CDU (Volker Beck: Pressebild/© Katrin Göring-Eckardt/ Harry Weber/Claudia Roth © DBT/Inga Haar/Joschka Fischer: Screenshot/Paul Ziemiak: © CDU Herne/Steffen Böttcher)
Bildungs-Vergrünung der CDU (Volker Beck: Pressebild/© Katrin Göring-Eckardt/ Harry Weber/Claudia Roth © DBT/Inga Haar/Joschka Fischer: Screenshot/Paul Ziemiak: © CDU Herne/Steffen Böttcher)

Mit der Ernennung von Paul Ziemiak zum CDU-Generalsekretär folgt die Partei auch hier der Vorlage der Grünen: Sie hieven einen mehrfachen Studienabbrecher mit nicht vorhandener Berufserfahrung auf dem freien Arbeitsmarkt an eine politisch entscheidende Stelle. Ein weiterer Akt der Vergrünung der CDU. 

Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Hermann Hesse, nannte die Ernennung von Paul Ziemiak zum CDU-Generalsekretär den ersten „Griff ins Klo von AKK“. Zwischenzeitlich hat sich Hesse via Facebook entschuldigt. Seine Aussage indes ist mehr als richtig und deshalb hier nochmals im Wortlaut:

Bei einem Ergebnis 503 von 1001 Delegierten würde ich mir ernsthafte Gedanken über meinen Rückhalt in der Partei machen. Das war dann der erste Griff ins Klo von AKK. Unglaublich, wie man jemanden zum General vorschlagen kann, der noch nie mit bodenständiger Arbeit Geld verdient hat, der keinen vernünftigen Abschluss vorweisen kann und das reale Leben nur aus der Politikbrille kennt.”

Vergrünung: Weder Berufsabschluss noch abgeschlossenes Studium

Ganz offensichtlich vergrünt die CDU nicht nur in ihren politischen Inhalten, sondern nähert sich auch im Bildungsgrad ihres Spitzenpersonals jenen der Grünen an. Denn dort sieht es – was Bildung und Berufserfahrung anbelangt – mehr als öde aus. Über den katastrophalen Bildungsgrad von Gestalten wie Claudia Roth, Joschka Fischer, Volker Beck, Omid Nouripour oder Katrin Göring-Eckhardt berichtete die FAZ bereits 2013 ausführlich.

Der 33-jährige Paul Ziemiak – ohne Gegenkandidaten und mit beschämenden 62,8 Prozent unter maximaler Hilfestellung von AKK am Sonntag – ausgerechnet am „Tag der Bildung“ –  zum CDU-Generalsekretär ernannt – zeigt, wo die Christdemokraten angelangt sind. Auf Grünen-Niveau.

Paul Ziemiak verfügt über keinen Berufsabschluss und kein abgeschlossenes Studium. Das Studium der Rechtswissenschaften hat er erfolgreich abgebrochen und Unternehmenskommunikation studiert er nach eigener Aussage noch immer. So der Kurzabriss seines beruflichen Werdegangs außerhalb des Parteien-Universums. 

Funktionärskarrieristen reden von Volksnähe

„Es ist absurd, dass man sich als Mitglied des Bildungsausschusses des Deutschen Bundestages immer wieder die Bekenntnisse dieser Regierung zu mehr Bildung anhören muss und die Forderung an die Bürger dieses Landes, dass diese mehr Flexibilität an den Tag legen und doch bitteschön lebenslang lernen sollen. Da muss man schon einmal die Frage nach der Glaubwürdigkeit derartiger Bekenntnisse stellen, wenn nicht einmal führende Mitglieder der diese Regierung tragenden Koalition diesen selbstgesetzten Maßstäben genügen“, so die Feststellung des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD im Bundestag, Dr. Michael Espendiller.

Diese Wahl zeige außerdem deutlich, dass die CDU von Funktionären und nicht der Basis der Bürger kontrolliert wird. Neben dem „Weiter so“ mit Annegret Kramp-Karrenbauer, kommt jetzt zur Befriedigung des „konservativen“ Flügels Paul Ziemiak hinzu. „Wo der pseudokonservative Friedrich Merz wenigstens noch Abschluss und Berufserfolg vorweisen konnte, verkauft die CDU uns jetzt einen Mann ohne Abschluss und steiler Karriere in der Politik als Neuanfang einer bürgernahen CDU“, so der 29-jährige Espendiller, der neben einem abgeschlossenen Studium der Mathematik und der Volkswirtschaftslehre berufliche Erfahrung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen vorzuweisen hat.

„Weder Kramp-Karrenbauer noch Ziemiak stehen für eine bürgernahe Volkspartei. Beide haben eine Funktionärskarriere hinter sich und dabei sämtliche konservative Prinzipien verloren. Ein glaubhafter Neustart der CDU, hin zu einer konservativen Volkspartei à la ÖVP, hat nicht stattgefunden“, stellt Espendrill abschließend fest. (SB)

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