PropOrNot: Hinter den Gelbwesten steckt Putin

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Wladimir Putin steckt hinter allem - Foto: Screenshot YouTube

Man hat richtig darauf gewartet, daß eines Tages die „Wahrheit“ zu den Gelbwesten in Frankreich ans Licht kommt. „PropOrNot“ hat sie nun ausgeplaudert. Putin  dirigiert das Ganze aus dem Hintergrund. Anders kann es ja auch gar nicht sein. An Macron kann es keinesfalls liegen. Wer oder was ist „PropOrNot“?

PropOrNot gilt als eine „unabhängige Organisation besorgter US-Bürger“. Bekannt wurde die Organisation im Jahr 2016, als die Washington Post auf Daten von PropOrNot zurückgriff, um eine angebliche russische Einmischung im Präsidentschaftswahlkampf der USA zu belegen. Die Organisation hatte über 200 Webseiten analysiert, die ihr aufgrund kritischer Berichterstattung über die US-Politik aufgefallen waren, und diese Seiten kurzerhand als „russische Propaganda“ eingestuft. Als nach der Veröffentlichung in der Washington Post eine Welle der Entrüstung losbrach, erklärte die Redaktion, keine der fraglichen Seiten genannt zu haben. Die Washington Post stehe nicht für die Gültigkeit der Ergebnisse von PropOrNot.

Die Organisation über sich selbst: „Wir haben PropOrNot als ein Unterfangen gegründet, um zu verhindern, dass Propaganda politische und Politikdiskussionen in den USA verfälscht. Wir hoffen, unser kulturelles Immunsystem gegen feindlichen Einfluss zu stärken und den öffentlichen Diskurs generell zu verbessern.“

Die obskure Organisation steht dem Atlantic Council nahe und will sich gegen „russische Propaganda in den USA“ zur Wehr setzen. Ihre „Beweisführung“ für eine Steuerung der französischen Gelbwesten aus dem Kreml klingt leicht paranoid. Sie beschreiben die Proteste in Frankreich als „superschlaues Ende einer Aktiv-Maßnahmen-Kampagne des Kreml„.

Die „Gelbwesten-Bewegung“ sei grundsätzlich nach den strategischen Zielen des Kremls ausgerichtet, heißt es bei PropOrNot. Sie habe begonnen als Protest gegen eine Steuer auf CO2-Emmissionen. Moskau hasse alles, was die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen behindere, da es sich anteilig um das wichtigste Exportgut Russlands handle (48 Prozent). Die „Gelbwesten-Bewegung“ sei grundsätzlich Anti-Macron, was auch mit den strategischen Zielen des Kremls übereinstimme. Zwar sei Putin die Installierung von Le Pen gegenüber Macron bei den letzten Wahlen mißlungen, aber er investierte ganz bestimmt viel in den Versuch, sein Ziel noch immer zu erreichen.

Bei den Behauptungen von PropOrNot handelt es um den krampfhaften Versuch, einen russischen Masterplan hinter den Protesten in ganz Frankreich zu enthüllen. Leider ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese krude Theorie auf offene Ohren stößt.

Und Deutschland?

Im Angesichte der eskalierenden „Gelbwesten“-Proteste in Frankreich formulierte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen einen Appell an die Bundesregierung, in welchem er fordert, den französischen Präsidenten Emmanuel Macron stärker zu unterstützen, wie dts meldet. Röttgen stellt sich damit offen gegen die französischen Gelbwesten, die bekanntlich Macrons Rücktritt fordern. Die Proteste in Frankreich seien dem CDU-Außenpolitiker zufolge auch deshalb so gefährlich, weil sie zeigten, daß Frankreich nicht mehr über ein funktionierendes Parteiensystem verfüge, so Röttgen in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Das Fenster für Handlungsoptionen, die Frankreich und Deutschland gemeinsam hätten, schließe sich allmählich. Es gelte jetzt, zügig und gemeinsam zu handeln, vor allem in der Außen- und Sicherheitspolitik, mahnte Röttgen. Hier seien Erfolge möglich, die beide Seiten dringend bräuchten.

Fraglos steht den Deutschen dieselbe abgehobene Elite als Feind gegenüber, die sich momentan in Frankreich brutal gegen ihre Absetzung durch ein aufgewühltes Volk wehrt. Noch zwei Tage bis Marrakesch. (ME)

 

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