Sinan Selen – Merkels Sherpa oder Erdogans trojanisches Pferd?

Georg Gondolieri

Foto: Collage

Seltsame Dinge geschehen unter der Regentschaft Angela Merkels in ihren angeblich letzten Jahren der Macht. Es wirkt, als ob sie ein fragwürdiges Werk im Rahmen einer Agenda vollende wolle, dabei aber nun Vollgas gäbe, denn der Bürger, das bekannte Unwesen, wird missstrauisch und wählt nicht mehr nur regierungs- und mainstreamtreu. Hinter den Kulissen scheint wahre Schwerstarbeit geleistet zu werden, vorbei an Parlamenten und Parteien, selbst den devoten Regierungsmedien im Lande wird nur HÄPPCHENWEISE mitgeteilt, was man alles in diesem Lande teils fast schon Revolutionäres zu tun gedenke. Umbau total! Viva la Seilschaft! Lang lebe das Hinterzimmer!

 UMBAU DES VERFASSUNGSSCHUTZES SCHEIBCHENWEISE  

Auch in den deutschen Sicherheitsbehörden werden jetzt Spitzen-Positionen „mit Migrationshintergrund“ besetzt. Sinan Selen wird neuer Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und damit erster Topbeamter mit türkischer Abstammung innerhalb der deutschen Sicherheitsbehörden, meldet der Focus … Immerhin dürften sich die Verantwortlichen des Postengeschachers über die Ausnahmesituation ihrer Personalentscheidung bewusst gewesen sein. Deshalb werden der Öffentlichkeit nach SALAMITAKTIK die Einzelheiten zu Sinan Selen auch nur SCHEIBCHENWEISE PORTIONIERT verabreicht.“ 

Maßen raus, Migranten rein, für Merkel alles superfein!

Radikale Gesetze gegen Meinungsfreiheit und für Zensur wurden noch in der alten „BRD-Volkskammer“ mit der SPD-Blockpartei via NetzDG durchgepeitscht. Die aktuelle Debatte um den diabolischen „Migrationspakt“ zeigte nun, dass inzwischen in neuer Legislaturperiode nicht einmal mehr in Merkels eigenen CDU-Reihen die Mitglieder in Regierung und Parlament vorab über derart folgenschwere Hintergundverhandlungen vom inneren Zirkel des Berliner Elitennetzes eingebunden und informiert wurden. Die parallel dazu von einem ökolinken Mainstream-Bündnis betriebene, ganz reale HETZJAGD gegen den seriösen und objektiv urteilenden, überparteilichen Ex-Verfassungschutzchef Hans-Georg Maaßen war kaum vorbei, das Wild zur Zufriedenheit aller Linken vom linksopportunen CSU-Seehofer persönlich final mit Blattschuß erlegt, da wurde schon die neue Spitze des geheimen Dienstes aus dem Hut gezaubert: Welch ein Wunder, darunter auch ein Türke! Ein Deutsch-Türke! Jubel! Ein Mann mit Migrationshintergrund kontrolliert uns! Juchhu! Der Berliner „Tagesspiegel“ forderte die deutschen Untertanen ultimativ auf, „stolz“ auf diese Personalie zu sein. Der deutsche Türke wird Stellvertreter – wessen Stellvertreter?

MIT, BND und Verfassungschutz kooperieren seit vielen Jahren!

Der türkische Geheimdienst MIT versucht, über ausgeschriebene Stellen beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Agenten einzuschleusen. Der Verfassungsschutz reagiert zwar jetzt mit einer eigenen Untersuchungsgruppe auf diese Versuche, aber viele Jahre gab es eine enge Kooperation zwischen MIT und Verfassungsschutz sowie BND. Dabei standen vor allem kurdische Aktivisten im gemeinsamen Fokus, denen die Mitgliedschaft in der hier verbotenen PKK unterstellt wird …  In Deutschland wimmelt es von türkischen Agenten, von denen anzunehmen ist, dass sie in großen Teilen der türkischen Community wie der Fisch im Wasser schwimmen. Ungefähr 6.000 Informanten des MIT soll es derzeit in Deutschland geben. Vergleicht man diese Zahl mit den damaligen Stasi-Agenten wird die Dimension deutlich: 1989 gab es in der BRD etwa 3000 Stasi-Spitzel. Insgesamt waren nach Angaben der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin im Zeitraum von 40 Jahren, von 1949 bis 1989, ca. 12.000 Stasi-Agenten in der BRD tätig. Also hat die Erdogan-Türkei zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Hälfte der Anzahl von Stasi-Spionen aus 40 Jahren in Deutschland in ihren Diensten.“ 

Frei nach Kubrick: Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Unterwerfung zu lieben

Um die seltsame Selen-Personalie herum ranken sich bereits diverse kritische Statements, welche vom politisch in Reih und Glied marschierenden Merkel-Mainstream natürlich gleich wieder in „Hass“ und „Hetze“ pauschal umgedeutet werden. Motto: Haltet eure Klappe, WIR entscheiden was gut für euch ist, blöde Untertanen! Im Ernst: Die Besetzung des Postens als Stellvertreter des Chefs und Leiters des deutschen Verfassungsschutzes mit einem in der Öffentlichkeit nahezu völlig unbekannten Deutsch-Türken wäre in der guten alten Zeit der BRD noch halbwegs transparent in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Man hätte diesen Mann öffentlich präsentiert, er hätte sich vorm Volk der freien Staatsbürger und seinen Vertretern Fragen stellen müssen, er hätte sich in Interviews den großen Medien gezeigt und sich von BILD bis FAZ über Stern und Spiegel deuten lassen (müssen). Angesichts der vielfältigen Versuche des totalitären Religionsfaschisten Erdogan und seiner Islampartei AKP hierzulande den Geheimdienst zu unterwandern, hätte es diese Personalie so nicht geben dürfen. Denn Sinan Selen gibt Rätsel auf.

 Immer nahe dran: Bomben, Terroristen, Islamisten

Selen ist Jurist und startete seine Karriere im Jahr 2000 beim Bundeskriminalamt (BKA), bei dem er als Chef einer Ermittlungsgruppe unter anderem zwei Islamisten ermittelte, die 2006 Bombenanschläge auf zwei Regionalzüge geplant hatten. Anschließend wechselte er zur Bundespolizei und war später als Referatsleiter im Bundesinnenministerium zuständig für die internationale Terrorismusabwehr. 2016 wechselte Selen zu TUI und leitet dort die Konzernsicherheit.“

Warum stellen die Medien nicht einmal die einfachsten Fragen….?!

Inzwischen mehren sich die Stimmen, die vor einer Vorverurteilung warnen, Selen als Bekämpfer des islamofaschistischen Terrors ausweisen und ihn als Christen und Jesuitenanhänger beschreiben. Seinerzeit habe man ihn als „Merkels Sherpa“ in die sensiblen Dienste des Innenministeriums bzw. des BKA geholt um durch ihn in einen vertrauensvollen Dialog mit dem Erdogan-Regime bei der Verfolgung von Terroristen einzusteigen – um GANZ OFFENSICHTLICH auch die Kooperationen des türkischen mit dem deutschen Geheimdienst trotz anwachsendem AKP-Terror fortzusetzen. Das wirkt zumindest widersprüchlich. Seltsam ist auch, dass eine offenbar doch recht schillernde politprominente Figur wie Selen nicht einmal eine eigene Seite auf Wikipedia hat. Eine halbwegs ausführlich-berufliche Biografie findet man im Netz auf dem Berufsnetzwerk Linkedin. Aber hintergründige Informationen, wer dieser Mann denn nun wirklich ist, die findet man nicht.

Erdogan braucht das Geld der Touristen! Immer! Besonders jetzt!

Es gibt nämlich nicht einmal ein einziges ausführliches und tiefer gehendes Interview mit Selen, in welchem dieser seine Ansichten öffentlich macht(e). Das wirkt alles besonders fragwürdig, insbesondere wenn man im Detail mal nachfragt und Hintergründe und Zusammenhänge nachfragt. Selen war bei TUI für Konzernsicherheit, Krisenmanagement oder Cyberbedrohungen zuständig. Alles eher unauffällig, es sei denn, man schaut mal, welche Rolle der Reisekonzern TUI jüngst im Rahmen unserer kritischen Beobachtungen gegenüber der Türkei und ihrem faschistoiden Erdogan-Regime spielt(e).

Devisen für Erdogans gleichgeschaltetes Land – das muss GESICHERT werden!

Erinnern wir uns. 2016 schritt in der Türkei der Umbruch hin zur endgültigen totalitären Machtergreifung Erdogans deutlicher denn je voran, der radikale Kampf gegen jegliche Opposition im Lande wurde härter und abscheulicher. Erdogans finstere Meute aus Muslimbrüdern, rechtsextremen „Wölfen“, fanatischen Islamanhängern und autorität-antidemokratisch gesonnenen AKP-Parteikadern fiel nun zunehmend über oppositionelle Kräfte und die verhassten Kurden her. Die Medien und später auch Justiz und Militär wurden und werden seither endlos gleichgeschaltet, die türkische Demokratie gleicht unter Erdogan einem Massaker, einem Friedhof.

22,5 Milliarden US Dollar für Erdogans Kassen dank Tourismus pro Jahr

2016 brach der Tourismus in der Türkei massiv ein. Das Regime fürchtete um eine seiner wichtigsten Einnahmequellen. So mancher Oppositionelle in West und Ost mag damals gehofft haben, dass würde dem fanatischen „Osmanen“ Erdogan und seinem zunehmend theokratisch agierenden Regime das Genick brechen – denkste! Zum Verständnis: Der internationale Tourismus bringt laut Statistik jährlich 22,5 Milliarden US Dollar an Umsatz ins Land am Bosporus, welches über keine nennenswerte Industrie verfügt und auch wegen der zahlreichen Arbeitsplätze im Fremdenverkehr auf diese Devisenquellen massiv angewiesen ist. Safety first, Flankenschutz für die geldausgebenden Reisegäste im Lande – eine klare Notwendigkeit.

Türkei und TUI: Sicherheit ist gut fürs Image… und für die Kasse!

Eine Schlüsselstellung nimmt hierbei der Reiseriese TUI ein, der laut eigenen Angaben 2016 noch inmitten der Krise einen Gewinn von 1,04 Milliarden Euro mit angeblich weit über 300 Hotels und sonstigen Ferienangeboten machte. Der Image-Transfer eines raffiniert gesteuerten Landes, wie der Türkei, als „gut und sicher“ ist für Erdogan gerade in seinem „Protektorat Germanistan“ eminent wichtig – bis zu weiterer Macht und mehr Einfluß in der deutschen Diaspora durch Ditib und andere Vasallen bloß nicht allzu negativ auffallen!

Leichen pflastern ihren Weg….

Für eine der wichtigsten Einahmequellen des Landes ergab sich daraus eine klassische Win-Win-Situation für die wichtigsten Akteure. TUI wollte weiterhin großen Umsatz in der Türkei machen, auch wenn in den Gefängnissen zig tausende von Andersdenkenden und Oppositionellen ihrer Freiheit und oft auch ihrer Gesundheit beraubt wurden und weiterhin werden. Das Motto der Erdogan-Unterstützer in diesen Zeiten: Hauptsache die Kasse klingelt, auch wenn an jedem Laternenmast ein Kurde oder ein Mitglied einer oppositionellen Partei baumelt.

Ein deutsch-türkischer Sicherheitsberater und TUI in der Türkei

Für TUI stellte sich also spätestens nach dem Putsch dann in 2016 die Frage nach der Zukunft dort und einer klaren Strategie hierfür – also quasi auch die Frage nach einem SICHERHEITSKONZEPT. Gab es einen internen Deal mit Erdogan? Rieten ihm die TUI-Sicherheitsexperten zur maximalen Sicherheit im Tourismus? Erdogan dürfte auf so etwas ansprechbar gewesen sein, denn was benötigte er mehr inmitten der von ihm angestifteten Irrungen und Wirrungen seines Landes, als eben auch diese verlässlichen TUI-Milliarden. Was würde man für solche heiklen und heimlichen Gespräche bei einem Reisekonzern wohl benötigen? Richtig. Na klar: Einen Sicherheitsberater, der das Land und vor allem diverse MIT-Geheimdienstler mit Vornamen kennt – und daher gezielt BEIDE SEITEN in SICHERHEITSGESPRÄCHE führen und dabei kundig lenken konnte.

TUI lobt: Türkei vollkommen ungefährlich – allerdings nur für zahlende Kunden im Sommer….

Der Türkei droht in diesem Jahr ein Fiasko im Bereich des Tourismus. Schon 2016 – nach dem Putsch – brach die Zahl der Urlaubsbuchungen aus Deutschland ein. Die Buchungen für 2017 liegen fast 60 Prozent hinter den Werten des Vorjahres. Der Grund: Die angespannte politische Situation in der Türkei. Viele Deutsche fragen sich: Kann man in der Türkei noch Urlaub machen? Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt jetzt Friedrich Joussen, Chef von TUI, Deutschlands größtem Reiseveranstalter. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung sagte er: „Bilder von Anschlägen und Unruhen machen natürlich Angst, aber die tatsächliche Gefahr wird überschätzt. Statistisch ist das Gefährlichste am Türkei-Urlaub die Autofahrt von zu Hause zum Flughafen.“

Das wird man doch wohl noch mal fragen dürfen…!

Genau hier sollte die deutsche Öffentlichkeit jetzt endlich und sofort ansetzen – und natürlich kein Kritiker mit dümmlichem, türkenfeindlichem Gepöbel (!) auf irgendwelchen Internetblogs, welche für die sachliche Klärung dieser Fragen absolut kontraproduktiv sind und jegliche Seriosität und Ernsthaftigkeit des/der Kritiker regelrecht zertrümmern. Denn es gibt Fragen über Fragen, die man in einer Demokratie gerade unter all den erwähnten Vorzeichen und Hinweisen stellen darf und sollte: In den Kreisen der Geheimdienste ist die Spezies „Doppel-Agent“ keine Seltenheit, wichtige Informanten müssen oft auf beiden Seiten „drin sein“, damit Quellen wirklich hautnah abgeschöpft werden können – ist bei Sinan Selen, zu dessen Biografie der Öffentlichkeit nicht einmal jetzt klare und eindeutige sowie vor allem ausführliche Informationen über seine persönlichen Hintergründe gegeben werden, ein derartiges Doppelspiel auszuschließen?

Ist der Verfassungschutz bald direkte Quelle für Erdogan?

Könnte Selen für Interessen der Bundesregierung, wie zum Beispiel bei der Verhütung weiterer Flüchtlingsströme aus der Türkei zu uns, ggf. Erdogan künftig kleine Gefälligkeitsbrocken liefern – wie sieht er das? Könnte es zukünftig sein, daß Merkels Sherpa – als toleriertes trojanisches Pferd – dem Despoten vom Bosporus als kleines Entgegenkommen im Rahmen schmutziger Deals in Merkels und Erdogans Hinterzimmern einige Informationen aus den V-Diensten via Selen liefert? Zum Beispiel die Mitgliederlisten der AfD und weitere Informationen über die Partei, inklusive personenbezogener Hintergrundinformationen zu Mitgliedern?! Könnte Erdogan und sein Geheimdiesnt MIT demnächst aus „undichter Quelle“ beim Verfassungsschutz an höchster Stelle gar etwas zu sonstigen Islamkritkern, über türkei- und islamkritische Journalisten, sämtliche Privatinformationen und Fakten über alle in Deutschland lebenden Kurden (usw. etc.) zugespielt bekommen…?! Wir werden darüber in absehbarer Zeit sicherlich kaum etwas erfahren, Dafür werden Merkel und Maas und Steinmeier in gewohnter Art sorgen. Sicher ist nur, dass Erdogans Kalkül beim Spiel mit den miserabel regierten Deutschen ein ums andere Mal gewinnt. Merkel ist kein Gegner. Die Ditib kann hierzulande machen was sie will, eine nach der anderen Erdogan-Moschee im Lande zementiert seinen Herrschaftsanspruch – auch bei uns. Sicher ist: TUI profitiert offenbar auch davon, auch wenn der verdiente Ex-Sicherheitsberater Sinan Selen nun einen neuen Job hat.

TUI glücklich: Türkei wieder sicher, Kasse klingelt, Gefängnisse voll

„Tui: 50 Prozent mehr Türkei-Buchungen –  Zypern und die Türkei laufen gut. Die Buchungen von Deutschland in die Türkei hätten um 50 Prozent angezogen, sagt Joussen, das sei eine „starke Zahl“. Nun stockt der Konzern das Angebot von Flugtickets in die Türkei im Sommer um 100.000 Stück auf.“

 

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