Proteste der Gelbwesten: In Paris geht es los

Paris: Heißes Wochenende - Foto: Screenshot Youtube

Paris – In Paris ist es zu ersten Zusammenstößen zwischen „Gelbwesten“ und der Polizei gekommen. Polizeikräfte setzten am Samstagvormittag bereits Tränengas gegen Demonstranten in einer Seitenstraße der weltberühmten Champs-Elysées ein, wie AFP meldete. Mehrere Demonstranten bewarfen die Polizei unter anderem mit Silvesterböllern und anderen Gegenständen.

Die Polizeipräfektur spricht von etwa 1500 Kundgebungsteilnehmern, die sich am Vormittag auf den Champs-Elysées versammelt hätten. Angaben von Frankreichs Regierungschef Edouard Philippe zufolge wurden in Paris bis zum späten Vormittag 481 Menschen vorläufig festgenommen, 211 davon befinden sich aktuell in Polizeihaft. Ein Teil der Festgenommenen seien Verdächtige, die Masken, Steinschleudern, Hämmer und Pflastersteine bei sich getragen hätten. Weshalb der andere Teil festgenommen wurden, ist derzeit unklar.

Die Gelbwesten fordern inzwischen nicht weniger als den Rücktritt Macrons. Der ursprüglichen Forderung vom Beginn der Proteste, nämlich die Steuererhöhungen auf Treibstoff zurückzunehmen, war Macron gefolgt. Zum ersten Mal stehen barrikadenbrechende Einsatzfahrzeuge der Polizei bereit. Läden, Museen und selbst der Eiffelturm bleiben dieses Wochenende geschlossen. Geschäftsinhaber im Stadtzentrum von Paris sicherten ihre Schaufensterscheiben mit blickdichten Holzplatten.  Die besinnliche Vorweihnachtszeit fällt heuer aus. (ME)

Champs-Élysées und Art de Triomphe sind weiträumig abgeriegelt.

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