Frankreich bereitet sich auf Gewalt vor

Foto:Von Audrey Eberhard/shutterstock
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Am vierten Wochenende der Gelbwesten-Proteste, die sich inzwischen gegen den französischen Präsidenten persönlich richten, bereitet sich das Land auf Krawalle und Gewalt vor. Gepanzerte Fahrzeuge und fast 90.000 Polizisten werden im Einsatz sein.

In Paris werden Boulevards, touristische Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm oder Louvre abgesperrt. Museen und Ausstellungsgebäude wie das Musée d’Orsay und Grand Palais sowie viele Geschäfte schließen aus Sicherheitsgründen. Sechs Fußballspiele der französischen Liga sind abgesagt worden.

An diesem Wochenende werden landesweit 89.000 Polizisten im Einsatz sein. Am vergangenen dritten Demonstrationswochenende, bei dem es mehr als 130 Verletzte und über 400 Verhaftungen gab, waren es laut The Express „nur“ 65.000.

Es ist der größte Gewaltausbruch seit Jahrzehnten, dem Frankreich gegenübersteht. Gewalttäter setzten rund 200 Autos in Brand, plünderten Geschäfte und zerstörten Teile des Arc de Triomphe.

Die Polizei beschlagnahmte an einem Kreisverkehr nahe Toulouse 28 Molotowcocktails und drei selbstgebastelte Bomben. 14 Gebiete sind als Hochrisiko- Bereiche – einschließlich der Champs-Elysees – eingestuft worden. Aus ihnen werden alle Glascontainer, Geländer und Baumaschinen entfernt, heißt es. Gelbwesten-Sprecher fordern unterdessen ihre Anhänger auf, sich von Paris fernzuhalten.

Man habe Informationen über radikale und extrem gewaltbereite Krawallmacher, die sich heute mobilisieren werden, so der französische Innenminister Christophe Castaner. Es scheine, als habe der 40-jährige Emmanuel Macron die Kontrolle über die Situation verloren, so The Express. (MS)

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