Venezuela: Geheimdienst verschleppt JF-Kriegsreporter Billy Six

Billy Six (Bild: Screenshot)
Billy Six (Bild: Screenshot)

Der deutsche Kriegsreporter Billy Six ist durch Agenten des venezolanischen Geheimdienstes „SEBIN“ festgenommen und in das berüchtigte Gefängnis Sebin Helicoide verschleppt worden. Six berichtete für die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) und arbeitete an der JF-Doku „Die Flüchtlingslüge“ mit. 

Auf Anfrage der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF), für die Six aus Syrien, Libyen und Südamerika berichtet hat, wollte sich Venezuelas Botschafter in Deutschland nicht zu dem Fall äußern, da „die Angelegenheit polizeiintern“ sei. Das Auswärtige Amt bestätigte gegenüber der Jungen Freiheit, dass Six‘ Inhaftierung den deutschen Diplomaten bekannt ist und auch „die Reporter ohne Grenzen kümmern sich um den Fall“, betonte deren Geschäftsführer Christian Mihr auf Anfrage der JF.

Der 32-jährige Six arbeitet nicht, wie so viele zivile Kriegsberichterstatter, „embedded“, also eingebettet in einem kämpfenden militärischen Truppenteil. Er arbeitet autonom, um so eine unvoreingenommene Berichterstattung zu ermöglichen, berichtet Martina Meckelei, eine Kollegin von Six laut der JF.

„Wir schätzen seine journalistische Arbeit und die unerschrockene Art, mit der Billy Six aus den Krisenregionen der Welt berichtet. Mit all unseren Kräften werden wir seine Familie und das Auswärtige Amt dabei unterstützen, die Freilassung von Billy Six zu erwirken“, erklärte JF-Chefredakteur Dieter Stein.

2013 war Six mehrere Monate in Gefangenschaft der syrischen Regierung.

Keines der deutschen Mainstreammedien hat, im Gegensatz zu ausländischen Medien, bislang über die Verschleppung des JF-Reporters berichtet. (SB)

Die Flüchtlingslüge 1  – Reporterteam folgt Flüchtlingen auf der Balkanroute mit Billy Six :

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