Wird CDU-Islamfunktionärin Cemile Giousouf Vize-Chefin der Bundeszentrale für politische Bildung?

Cemile Giousouf (Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de)
Cemile Giousouf (Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de)

NRW/Hagen – Wird die nächste hohe Stelle mit einer Islamfunktionärin besetzt? Die hoch umstrittene CDU-Politikerin Cemile Giousouf, bekennende Muslima  und von Kritikern als „Islam-Uboot“ bezeichnet, soll stellvertretende Leiterin der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) werden.

2013 wurde die heute 40-jährige Cemile Giousouf von den Medien als erste muslimische Bundestagsabgeordnete der CDU gefeiert. Maximal von CDU-Landesvorsitzendem Armin Laschet unterstützt, zog die, aus der mit türkischer Minderheit besiedelten Region Thrakien in Griechenland stammende Muslimin – ausgestattet mit der doppelten Staatsbürgerschaft –  in den Bundestag ein.

Erdogan-Funktionärin mit Nähe zu umstrittenen Moschee-Gemeinden?

Eine ihrer ersten Tätigkeiten im Bundestag war ein Antrittsbesuch beim türkischen Botschafter in Berlin. Ebenso pflegte Giousouf regen Kontakt mit hoch umstrittenen türkischen Moschee-Gemeinden. So wurde im Herbst 2014 bekannt, dass sie eine Delegation der als antisemitisch geltenden und damals noch vom Verfassungsschutz beobachteten Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) in der Hagener CDU-Kreisgeschäftsstelle empfangen hatte.

Im selben Jahr legte sich Giousouf maximal ins Zeug und verlangte, dass der Abruck einer Karikatur, die den türkischen Despoten Erdogan als Kettenhund darstellte, aus einem Schulbuch in Baden-Württemberg entfernt wird. Die Karikatur bezeichnete sie als „völlig inapzeptabel“.

Zeitgleich tauchten auf  Facebook Bilder der bekennenden Muslimin auf, die die CDU-Politikerin in traditionell islamischer Frauenkleidung in der Hagener Moschee des der türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstehenden Dachverbandes DITIB zeigen. In der CDU wurden Vorwürfe laut, sie nutze ihr Bundestagsmandat einseitig für die Vertretung türkischer Interessen. Zur Jahreswende 2014/2015 traten dann wegen Giousoufs islamischem Engagement die ersten Parteimitglieder aus der Hagener CDU aus. Wie das Magazin nrw-direkt, das seit Jahren zu Giusoufs Tätigkeiten recherchiert, berichtet, flog die Islamfunktionionärin 2016 wieder aus dem Bundestag.

Giousouf als stellvertretende Leiterin der bpb?

Giousouf sollte eigentlich nach Brüssel verschoben werden und erhielt hierfür einen sicheren Listenplatz für die EU-Wahl 2019. Wie nrw-direkt nun berichtet, nimmt Giousoufs politische Laufbahn offensichtlich doch einen anderen Weg: Die Islamfunktionärin soll stellvertretende Leiterin der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Berlin werden.

Für derartige Personalentscheidungen bei der bpb ist jedoch nicht die nordrhein-westfälische CDU, sondern das Bundesinnenministerium in Berlin zuständig. Das Ministerium jedoch wollte sich auf Nachfrage des Magazins nicht äußern. (SB)

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