Die Biodeutschen und das Sauerkraut

Foto: Screenshot/Youtube

Frau Ministerin Giffey hat mit ihrer für viele durchaus bitteren aber wahren Feststellung, dass 68 % der Gewalttaten an Frauen auf das Konto der Biodeutschen gehe, viel Mut bewiesen. Denn sie hat dem rechtsextremistischen Pack nicht nur in Dunkeldeutschland vor Augen geführt, dass nicht der Flüchtling an sich die Inkarnation der Kriminalität in Deutschland ist.

Sie hat es auch gewagt, die Bezeichnung Biodeutsche im öffentlichen Bewusstsein jetzt höchst amtlich zu verankern, was nicht nur bei den sich umweltbewusst ernährenden Menschen für einige Selbstzweifel gesorgt hat. Denn damit hat Frau Giffey das Böse in der Gesellschaft mit „Bio“ in Verbindung gebracht, was bei vielen Biobauern große Panik, bei der Pharmaindustrie und Anthropologen hingegen eine gewisse Erwartung und Neugier hervorrief.

Aber in der Sache hat sie Recht: Es ist höchste Zeit, endlich mal schonungslos und wissenschaftlich fundiert Klarheit und Transparenz in unserer multikulturellen Gesellschaftsstruktur hinsichtlich der terminologischen Bezeichnung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Es reicht nicht, wenn man ohne wissenschaftlichen Beleg und ohne polizeiliche oder amtliche Genehmigung verschiedene Bevölkerungsgruppen als Kartoffel, Kanaken oder Kameltreiber bezeichnen darf.

Natürlich könnten wir jetzt von der Frau Ministerin verlangen, eine überzeugende Definition des Biodeutschen zu liefern, damit wir unser gemeinsames Zusammenleben angesichts der zunehmenden rassistisch und  antisemitisch motivierten Gewalt in der Gesellschaft friedlich gestalten können. Aber sowas wäre leichter gesagt als getan, etwas zu populistisch und überhaupt nur Wasser auf die Mühle der AfD. Denn die in der jüngsten Vergangenheit gebrauchten Kriterien für die rassistische Klassifizierung der Menschen wie Schädelmessungen, Abgleich der Nasenkrümmung, Hautfarbe etc. würde Frau Giffey selbstverständlich mit Empörung zurückweisen. U

nd die sog. alteingesessene Bevölkerung, leichtsinnig als Biodeutsche zu bezeichnen, gleichgesetzt als Deutsche ohne Migrationshintergrund, wäre einfach kulturhistorisch und soziobiologisch nicht haltbar. Denn das deutsche Volk ist bekanntlich ein Mischvolk aus germanischen, keltischen und slavischen Bestandteilen, was sich heutzutage nicht nur an den verschiedenen Mundarten, sondern verstärkt auch in einer häufig bockigen Haltung z. B. der sächsischen und keltischen Stämme (Bayern) belegen lässt. Die Begrifflichkeit Deutsche ohne Migrationshintergrund ist also ein Propagandamittel aus der Mottenkiste der Nationalisten und Populisten. Das ist sicherlich Frau Giffey, einer überzeugten Europäerin und promovierten Akademikerin, sehr wohl bekannt und sie kann unmöglich eine wissenschaftlich überzeugende Erklärung der Bezeichnung für Biodeutsche formulieren, was natürlich für uns fortschrittlich gesinnte Zeitgenossen sehr schade ist. Aber wir brauchen eigentlich auch keine wissenschaftlich fundierte Definition:

Es ist sowieso eine Korinthenkacke, wie Apostel Paulus sagen würde. Wir wissen ja innerlich, welche Kerle mit Biodeutschen gemeint sind und das reicht auch schon. Womöglich gibt es da aber einen eleganten Weg, mit diesen gewalttätigen, bösen Bioburschen auf eine sehr einfache Weise fertig zu werden. Die Lösung findet man in der geistreichen Schweiz, in den bahnbrechenden Forschungsergebnissen der modernen Anthropologen der Uni Bern.

Diese haben nämlich bei einem umfassenden Test mit mehreren Probanden in einer Studie herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Sauerkraut Aggressivität und Fremdenfeindlichkeit auslöst. Damit lässt sich auch erklären, warum in manchen deutschen Regionen, in denen das Sauerkraut als kulinarische Spezialität schon von den alten Germanen als ein fester Bestandteil in der Leitkultur etabliert ist, viel häufiger als in dem Rest Deutschlands zu Gewalttaten, Hass und Hetze kommt. Und ist es nur ein Zufall, dass auf den Parteitagen der Linken und der AfD fast ständig Sauerkraut in großen Mengen und in verschiedenen Kombinationen serviert wird? Also liegt des Pudels Kern einfach im Sauerkraut, dem bösen Übel, das unseren gesellschaftlichen Frieden immer wieder verhunzt.

Man kann Frau Ministerin nur warnen, jetzt nicht überstürzt zu reagieren und den Verzehr von Sauerkraut z. B. In Sachsen sofort unter Strafe zu stellen – es könnte kontraproduktiv sein. Denn es ist bekannt, meinen Psychologen, das abrupt angeordnete Verbote für Genussmittel immer wieder zur krankhaften Entzugserscheinungen führen, was wiederum in erwähnten sauerkrautbelastenden Regionen große Unruhen mit unerwünschten und unübersehbaren politischen und wirtschaftlichen Folgen hervorrufen kann. Vernünftiger wäre es dagegen, das Problem behutsam anzugehen und zunächst die Sauerkrauthersteller zu verpflichten, in das Produkt (selbstverständlich in Absprache mit Medizinern und der Pharmaindustrie) eine angemessene Dose der bei uns geschichtlich bekannten Kreide beizumischen.

Die Gebrüder Grimm haben in ihrem Werk die Anwendung dieser Kreidetherapie als sehr erfolgreich beschrieben und dabei auch keinerlei Risiken und Nebenwirkungen feststellen können.

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4 Kommentare

  1. Es dürfte in Zeiten des Poststrukturalismus müßig sein, irgendjemandem noch den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nahebringen zu wollen. Spaßvögel haben ja schon den Zusammenhang zwischen den amerikanischen Postgebühren und dem Kohlendioxidgehalt der Luft aufgezeigt.
    Welcher Stoffwechselweg soll bitte von den Inhaltsstoffen des Spitzkrauts oder von der Milchsäure zu erhöhter Aggression führen? Ablenkung ist wohl gesucht von den wahren Gründen für erhöhte Aggression und Frauenfeindlichkeit unter den Nicht-Biodeutschen. Dafür braucht‘s aber auch keine ausgefeilte Statistik.

  2. Also seit Gründung der AfD esse ich nur noch Blaukraut wie wir Bayern so schön sagen! Für Nicht-Bio-Bayern: Blaukraut ist Rotkohl hat aber nichts mit der SPD zu tun!

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