Sea-Eye auf „Rettungsmission“: Schippern die Mittelmeer-Migranten jetzt direkt nach Deutschland?

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Folgen des Migrationspaktes? Erstmalig sammelt ein NGO-Schiff unter deutscher Flagge sogenannte Flüchtlinge im Mittelmeer auf. Am 24. November lief die „Professor Albrecht Penck“, die von Sea-Eye betrieben wird, aus dem Rostocker Hafen aus. Unklar ist, ob Deutschland nun rechtlich verpflichtet ist, die illegalen Einwanderer ohne Umweg über Drittländer aufzunehmen.

„Wir haben uns entschieden, die Herausforderungen der strengen Auflagen der deutschen Flagge erfüllen zu wollen, um mit größtmöglicher Rechtssicherheit in den Einsatz zu starten“, so die Betreiber der „Professor Albrecht Penck“. Die Organisation sucht für ihre Mannschaft u.a. noch Journalisten, einen Menschenrechtsbeobachter, Koch, Arzt und Medienkoordinator für ihre „erfolgreiche Flüchtlingsarbeit“.

Auch die Mission Lifeline wird laut Focus demnächst wieder in See stechen. Anders als Sea-Eye verfolgt die Mission Lifeline eine andere Strategie. Die sogenannte private Hilfsorganisation wird eine ganze Flotte von Segelyachten einsetzen, um den illegalen Einwanderern nach Europa zu helfen. Die Yachten sollen von Privatpersonen geliehen werden.

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Bisher hatten deutsche NGO´s ihre Schiffe und Boote im Ausland als Sportboote registriert lassen, was eine günstige, aber juristisch wackelige Variante ist. Mit der jetzigen Nutzung von Segelyachten will man die rechtlichen Probleme „umschiffen“, die die Anmeldung von Nicht-Sportschiffen als Sportschiffe in ausländischen Schiffsregistern mit sich bringen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte in der Vergangenheit darauf bestanden, dass nicht Italien sondern der Flaggenstaat die illegalen Einwanderer aufnimmt – in diesem Fall ist das Deutschland. 

Ebenfalls wieder unterwegs: Die spanische Organisation Proactiva Open Arms, die deutschen Sea-Watch-„Retter“ sowie die italienische Mediterranea. Ihre Schiffe „Open Arms“, die „Sea-Watch 3“ und die „Mare Jonio“ kreuzen seit Freitag in internationalen Gewässern vor Libyen, wie sie in Barcelona mitteilten.  Die „Mare Jonio“ ist bereits seit Anfang Oktober auf „Flüchtlingssuche“. (MS)

 

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