Italien: Wegen muslimischer Migranten – Krippenverbot in Schulen

Foto:Von Pack-Shot/shutterstock
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In Italien „weihnachtet“ es und so bricht ein regelrechter „Glaubens-Krieg“ um das öffentliche Ausstellen von Krippen in Schulen los.  Vor wenigen Wochen hatten lokale Behördenleiter einigen Schulen im Land Weihnachtsaufführungen verboten – das sei ein Zeichen des Respekts gegenüber Andersgläubigen. 

Das italienische Kultusministerium sieht das anders – Kreuz und Krippe seien Symbole der italienischen Geschichte, Tradition und Glaubens und es sei richtig, sie in Klassenräumen zu zeigen, betonte Kultusminister Marco Bussetti auf dem jährlichen katholischen Schultreffen in Rom vor 180 Lehrern und Schulleitern. Dasselbe gelte selbst verständlich auch für Weihnachtsbäume und Aufführungen, so Bussetti. Er könne laut Breitbart  nicht verstehen, warum einige Direktoren das Zeigen christlicher Symbole problematisch fänden.

Hintergrund der Äußerungen Bussettis sind die -von italienischen Medien als „offener Krieg“ bezeichneten Auseinandersetzungen um Krippe und Co und dem Verbot von Weihnachtsaufführungen in einigen Teilen des Landes.

(screenshot YouTube)
10-Jährige sammelt Unterschriften für Weihnachtslied (screenshot YouTube)

In einer Grundschule zwischen den Provinzen Venedig und Padua forderten Lehrer die Schüler auf, in einem Weihnachtsleid das Wort „Jesus“ wegzulassen, um „nichtkatholische Kinder nicht zu verletzen“. Ein 10 Jahre altes Mädchen aus der fünften Klasse sah das nicht ein und rebellierte. Sie sammelte Unterschriften und am Ende wurde das Weihnachtslied in Originalfassung aufgeführt, berichtet Il Gazzettino Padova. 

Nachdem Aufschrei empörter Eltern in Venedig, wo in diesem Jahr in einigen Schulen keine Krippen aufgestellt werden sollten, ruderten die Behörden zurück. Sie behaupteten, es fehle am Geld, woraufhin die regierende Lega Partei sofort 50.000 Euro für Krippen spendete.

Die Diskussion brach los, als bekannt wurde, dass an einer Schule in Terni, der zweitgrößten Stadt Umbriens, in diesem jähr die Weihnachtsgeschichte aus „Respekt vor Kindern anderer Kulturen“ nicht vorgelesen werde. Innenminister Matteo Salvini nannte den Schritt „idiotisch“. „Es geht nicht nur um Religion, sondern um Geschichte, Wurzeln, Kultur“, kommentierte Salvini auf Facebook-Post und fügte hinzu: „Ich werde nicht aufgeben. Es lebe unsere Tradition und möge sie sich verbreiten!“ (MS)

 

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