Dijsselbloem bringt Schuldenschnitt für Italien ins Gespräch

Foto: Blick über Rom (über dts Nachrichtenagentur)

Brüssel – Italien ist eben nicht Griechenland: Der ehemalige Chef der Euro-Gruppe und frühere niederländische Finanzminister, Jeroen Dijsselbloem, hat die Mitgliedstaaten der Eurozone aufgefordert, Italiens Regierung in die Schranken zu weisen. „Das Signal der EU muss klar sein: Wir lassen uns von der italienischen Regierung nicht erpressen“, sagte Dijsselbloem dem „Spiegel“. Wenn Italien den Zugang zu den Finanzmärkten verliere, werde Europa das Land nicht retten können.

„Die Eurozone muss das klare Signal aussenden, dass die Käufer italienischer Staatsanleihen damit rechnen müssen, dass sie ihr Geld nicht komplett wiederbekommen. Sie werden mit einem Forderungsverzicht fertig werden müssen, denn es wird unweigerlich zu einem Schuldenschnitt kommen“, so Dijsselbloem weiter. Die Botschaft an die Märkte für alle künftigen Krisenfälle müsse unmissverständlich sein.

„Anders als in der Vergangenheit werden wir euch nicht mehr herauskaufen“, sagte der ehemalige Chef der Euro-Gruppe. Deshalb brauche die Währungsunion dringend eine Insolvenzordnung für Staaten. Deutschland wird dann wieder einmal der Dumme sein. (Quelle: dts)

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