Britische Behörden: Vergewaltiger darf Sohn besuchen – auch gegen den Willen der Mutter

(screenshot Facebook)
Rotherham Grooming-Gang Opfer (screenshot Facebook)

Mit 14 Jahren wurde die Britin Sammy Woodhouse Opfer einer pakistanischen Grooming-Gang. Im Alter von 15 vergewaltigte und schwängerte sie der Pakistaner Arshid Hussain. Der 43-Jährige sitzt für die Vergewaltigung von insgesamt neun Mädchen – einige von ihnen nicht älter als 11 – eine 35 jährige Haftstrafe ab. Behördenmitarbeiter von Rotherham versuchten nun, dem Vergewaltiger Kontakt zu seinem Sohn zu verschaffen und versprachen ihm Unterstützung in Sachen Sorgerecht. 

Die heute 33-jährige Sammy Woodhouse sei „extrem verzweifelt“, nachdem Sozialarbeiter ohne ihr Wissen versucht hatten, den inhaftierten Täter in Kontakt mit ihrem Sohn zu bringen und ihn dabei zu unterstützen, sich an der Erziehung des Jungen zu beteiligen. Er könne aus dem Gefängnis heraus Besuche beantragen und seiner Familie das Sorgerecht verschaffen, so die um den Täter bemühten Behördenmitarbeiter, berichtet MailOnline .

Obwohl der Vergewaltiger namentlich nicht in der Geburtsurkunde des Jungen auftaucht, soll er die Vaterrolle übernehmen, wenn es nach den Behördenmitarbeitern geht. Angesichts der ersten Presseberichte über das „namenlose“ Vergewaltigungs-Opfer lüftete Sammy Woodhouse jetzt ihre Identität: „Das ist meine Geschichte, die meines Sohnes und des Mannes, der mich vergewaltigt hat…und die Tatsache, dass die Rotherham Behörde versucht, ihn zum Erziehungsberechtigten meines Kindes zu machen“. Sie sei verängstigt und wütend angesichts des Verhaltens der Behörde, so Sammy Woodhouse laut MailOnline.

screenshot MailOnline
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Das Argument der Rotherham Behörde, der Vater habe ein Recht darauf, seinen Sohn zu sehen, hatte einen Aufschrei der Entrüstung hervorgerufen. Die Entscheidung der Behörde sei „pervers“, „irrwitzig gegenüber den Opfern“, schimpften Opferbetreuer und Hilfsorganisationen.

„Das passiert überall in Großbritannien und muss aufhören“, fordert Sammy Woodhouse. „Kinder werden Vergewaltigern und Mördern übergeben…““Alle wissen, was er mir und den anderen Mädchen angetan hat. Sie wissen, dass er hinter Gittern sitzt und ein Risiko für meinen Sohn ist“, so die Mutter. Sie sei völlig fertig gewesen, als sie von den Plänen der Behörde erfahren habe, so Woodhouse. In einem Video fordert sie eine Gesetzesänderung. Vergewaltiger sollen in Zukunft nicht mehr das Recht haben, Kontakt zu ihren Kindern aufzunehmen.

Der pakistanische und mutmaßlich muslimische Vergewaltiger Arshid Hussain, der erst 2016 für seine taten verurteilt wurde,  hat von seinem Besuchs- und Sorgerecht inzwischen Abstand genommen, so MailOnline. Der heute 15 Jahre alte Sohn hat jeden Kontakt zu seinem Erzeuger abgelehnt. (MS)

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