Potsdam: AfD-Kranz im Müll entsorgt und Neumarkt entsorgt gleich das komplette Soldatengedenken

Symbolfoto: Von devonx/Shutterstock

Potsdam/Neumarkt – Die Pogrome gegen Andersdenkende und AfD machen auch vor dem Friedhof nicht halt. Am 18. November, dem so genannten „Volkstrauertag“ legten AfD-Vertreter einen Kranz auf dem Neuen Friedhof in Potsdam nieder. Später landete dieser im Müll. Die Partei hat den Vorfall nun bei der Polizei angezeigt. Das melden die Potsdamer neusten Nachrichten. AfD-Kreisvize Roman Kuffert: „Die Ablehnung der Partei ist scheinbar schon auf dem Friedhof angekommen.“ Das Entsorgen des Trauerkranzes sei „pietät- und respektlos“.

Am Sonntag gegen 10 Uhr hatten Parteivertreter in Gedenken an Kriegsopfer auf dem Neuen Friedhof einen Kranz niedergelegt. Als man sechs Stunden später wieder vorbeischaute, habe man bemerkt, dass der Kranz beseitigt worden sei. Den fand man später in einem Müllcontainer. Daraufhin habe man ihn wieder am Gefallenendenkmal platziert. Das Seltsame: Erst später niedergelegte Kränze anderer Parteien waren hingegen unberührt geblieben. Jemand hatte also gezielt den Kranz der AfD entsorgt.

In Franken fiel „Totengedenken“ komplett aus – Kranz von Patrioten wurde entsorgt.

Im beschaulichen Städtchen Neumarkt in Oberfranken fiel ausgerechnet im historischen Jahr 2018 – 100 Jahre Ende des ersten Weltkrieges – die übliche Kranzniederlegung mit Trauerfeier an der Gedenkstätte Ehrenmal „Im Eichelgarten“ komplett aus. Ein skandalöser Umstand, der auch in der Lokalpresse seinen Niederschlag fand. Besonders ehemalige Soldaten sind empört. So schreibt die Mittelbayrische: „Während die Stadt als bisherige Veranstalterin diese Absage verteidigt, sind vor allem Vertreter der Kameraden- und Soldatenvereinigung traurig. „Ich könnte weinen“, kommentierte ihr Vorsitzender Ferdinand Lodermeyer.

Laut Mittelbayrische begründet die Stadt die Absage damit, dass nun versucht werde, eine „zeitgemäßere“ Form anzustreben, diesen Gedenktag zu begehen.

Mit dieser eindeutig auf Kultur- und Traditionsvernichtung  hinauslaufenden Aussage wollten sich einige Neumarker nicht zufriedengeben und haben auf eigene Initiative einen Kranz zum Totengedenken an der Gedenkstätte niedergelegt. Mit ihm geschah das gleiche wie mit dem Kranz der AfD in Potsdam. Er wurde entfernt. Die Initiatoren vermuten auf behördliche Anweisung. Journalistenwatch wurde ein Brief an den Bürgermeister zugespielt, der die Entfernung des Kranzes beklagt: Hier ein Ausschnitt:

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister …

 Dadurch, dass Sie, erstmalig seit 1952, die Gedenkstunde am Volkstrauertag aus „organisatorischen und altersbedingten Gründen“ ausfallen ließen, übernahmen parteiunabhängige und kirchlich neutrale Patrioten die Aufgabe unserer verstorbenen Soldaten und Zivilbevölkerung zu gedenken. In würdevoller Weise gedachten wir mit den Liedern „Guter Kamerad“ und der Nationalhymne, sowie einer fundierten Rede und der Kranzniederlegung unserer Toten.

 Nachdem es so aussieht, dass Sie aus Absicht oder sogar Vorsatz unserer verstorbenen Vorfahren keine Achtung mehr zollen, taucht die Frage auf, ob Sie sich mit dem Gedanken tragen, das Denkmal im Eichelgarten schleifen zu lassen und die gesamte Grünfläche für Wohnbebauung zu veräußern. Die Bauträger scharren schon auf den Startblöcken.

 Sollte ich in meiner Meinung nicht mit Ihnen übereinstimmen, darf ich Sie bitten mich wissen zu lassen, ob Sie zum Volkstrauertag 2019 wieder einen Trauerzug vom Rathaus zum Eichelgarten durchführen. Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich bereits heute den Gedenkmarsch beim Ordnungsamt und der Polizei anmelden.

Zu Ihrer Information finden Sie im Anhang die Gedenkrede.

 Mit freundlichem Gruß

 Manfred Ritter

Wenn es nur eine kleine Provinzposse wäre, könnte man sich entspannt zurücklehnen, aber durch die flächendeckende Geschichtsklitterung linker Eliten und die damit einhergehenden „Bilderstürmer“ kann man Kriegerdenkmäler nicht unbedingt zu schützenswerten Objekten zählen. Die Axt ist bereits an die Wurzel gesetzt. Unerwünschte Denkmäler zu entfernen ist vor allem eine politische Entscheidung, ebenso wie das Umbenennen von Straßen. Da spielt Denkmalschutz nur eine untergeordnete Rolle. (KL)

 

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