Bremerhaven: 18-Jähriger durch Messermann schwer verletzt

© jouwatch
© jouwatch

Eine Tat, die erst drei Wochen später in den Polizeiberichten Erwähnung findet, ist inzwischen kein Einzelfall mehr. Die Zeitspanne zwischen Tat und Pressebericht der Polizeibehörde ist auch in dem jetzt vorliegenden Fall in Bremerhaven erschreckend lang. Am 23. November veröffentlichte die Polizei die Information über einen Angriff, der sich bereits wenige Tage nach Halloween am 3. November ereignete, wobei ein 18-Jähriger schwer verletzt wurde.

Der Heranwachsende besuchte am besagten Freitagabend mit Freunden im Rahmen einer Geburtstagsfeier mehrere Lokale, dabei kam es in und vor einem Lokal zu einem Streit mit zwei unbekannten Männern. Ein 29-Jähriger soll im weiteren Verlauf mit einem Messer auf den 18-jährigen Geschädigten eingestochen und ihn schwer verletzt haben. Die Angaben zur Herkunft des tatverdächtigen 29-Jährigen sucht man in dem Pressebericht der Polizei vergeblich. Es fällt dabei auf, dass die Polizei das Alter des mutmaßlichen Messerstechers kennt, jedoch weder Name noch Nationalität nennt.

Es ist gerade einmal zwei Wochen her, dass SPD, die evangelische Kirche und die Partei „Die Linke“ bei einer „Wir sind mehr“ Demonstration „gegen Rechts“ mobil gemacht haben. Liest man den genannten Pressebericht basierend auf dieser eingeengten Sichtweise, könnte leicht die Vermutung entstehen, dass es sich bei diesem Messerangriff um eine rechtsextreme Attacke handeln könnte. Ohne Scheuklappen betrachtet, drängt sich jedoch der Gedanke auf, dass der Messerangriff eben nicht „typisch deutsch“ war, zumal die Polizei keine Angaben zum Tatverdächtigen macht, außer das Alter zu nennen. Offenbar ist der Tatverdächtige bekannt und es bleibt fraglich, warum die Polizei keine weiteren Hintergründe zum mutmaßlichen Täter bekannt gibt. Ob es Sinn macht, wenn man sich „den Rest selber denken kann“, sei dahin gestellt. Wünschenswert wäre eine korrekte und vollständige Berichterstattung der Polizei mit ordentlichen Angaben zum Tathergang und und zum Tatverdächtigen.
Das 18-jährige Opfer ist inzwischen außer Lebensgefahr. Der 29-jährige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. (BH)

Loading...

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.