Verfassungsschutz besorgt: Salafisten hoch aktiv in Gefängnissen

Salafist im Knast (Bild: shutterstock.com/Von ANUCHA PONGPATIMETH)
Salafist im Knast (Bild: shutterstock.com/Von ANUCHA PONGPATIMETH)

NRW – Salafistische Netzwerke sind hoch aktiv in der „Gefangenenhilfe“. Trotzdem wirbt der nordrhein-westfälische Justizvollzug derzeit offensiv um muslimische Gefängnis-„Seelsorger“.

In Deutschland ist jeder fünfte Gefängnis-Insasse – von 65.000 Insassen sind das etwa 12.300 – ein Muslim. Besonders aktiv in der sogenannten „Gefangenenhilfe“ sind laut Anfrage der Grünen im NRW-Landtag Salafisten. Diese rechtgläubigen Anwerber rekrutieren immer erfolgreicher unter dem großen Heer straffälliger Muslime. Diese „Hilfe“ verfolge das Ziel, Reue zu unterbinden und den Erfolg von Resozialisierungsprogrammen zu verhindern, so die Stellungnahme des Ministeriums.

Organisiert werde, so Bild, die Betreuung im Gefängnis unter anderem von Gestalten wie dem Ex-Linksterroristen Bernhard Falk . Der Konvertit und selbsternannte Gefangenhelfer, der sich im Knast dem Islam zuwendete, wurde 1999 u. a. wegen Mordversuchs zu 13 Jahren Haft verurteilt  Jetzt reist er durch Deutschland, kümmert sich um Dschihadisten in Haft und deren Angehörige.

Der nordrhein-westfälische Justizvollzug wirbt derzeit um noch mehr muslimische Gefängnis-„Seelsorger“. Das Land habe „zusätzliche Anreize“ geschaffen, um muslimische Religionsbetreuer für eine Tätigkeit in den Haftanstalten zu gewinnen, erklärte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am vergangenen Mittwoch im Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Nach den Beobachtungen des Landesverfassungsschutzes  werden aufgrund des „akuten Seelsorgermangels“! in den Haftanstalten verstärkt organisierte Salafisten in der Gefangenenhilfe aktiv. Nachdem das Land die Kooperation mit der durch Erdogan gesteuerten islamischen DITIB beendet wurde, seien nach Angaben des NRW-Justizministeriums nur noch 26 Imame in den 36 Haftanstalten tätig, so dass Aiman Mazyek vom islamistischen Verein „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ bereits bejammerte, dass muslimische Gefängnisinsassen sich sogar an christliche Pfarrer wenden müssten, wenn diese einen Koran haben möchten. Dass sich seine Glaubensgenossen radikalisieren, das war dem Islamfunktionär indes kein Wehklagen wert. (SB)

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