Hubertus Knabe klagt sich auf seinen Posten zurück

Hubertus Knabe muss gehen (Bild Hohenschönhausen: Anagoria; CC BY 3.0; siehe Link
Hubertus Knabe (Bild Hohenschönhausen: Anagoria; CC BY 3.0; siehe Link)

Hubertus Knabe – ehemaliger Leiter der Stasi-Opfergedenkstätte in Hohenschönhausen – klagt sich per einstweiliger Verfügung an seine alte Stelle zurück. Berlins linker Kultursenator und Intimfeind des streitbaren Historikers will dagegen vorgehen. 

Das linke Schmierentheater um die  Kündigung des Leiters der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen geht in die nächste Runde. Nachdem Hubertus Knabe seine Posten als Leiter der Gedenkstätte Ende September nach einer Sondersitzung des Stiftungsrates verlassen musste und freigestellt wurde, kündigte der Historiker Mitte Oktober an, rechtliche Mittel einzuleiten und sich gegen seine Kündigung zu wehren.

Als Kündigungsgrund  wurde benannt, dass Knabes Vize-Direktor, Helmuth Frauendorfer, Mitarbeiterinnen über Jahre hinweg sexuell belästigt haben soll und Knabe darauf nicht angemessen reagiert habe. „Führungsversagen“ und „aktives Wegschauen“wurden dem – für linke Seilschaften – mehr als unbequemen Historiker vorgeworfen. Insbesondere Berlins Kultursenator, der Sozialist Klaus Lederer (Die Linke)  sowie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) dürften es geradezu begrüßt haben, den unbequemen aber hoch erfolgreichen Knabe per Hauruck-Rauswurf nach 17 Jahren losgeworden zu sein (Jouwatch berichtete).

Nun hat Knabe einen Teilsieg errungen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, hat das Landgericht Berlin am Freitag entschieden, dass Knabe vorerst auf seinen alten Posten zurückkehren darf. Dazu erließ die Instanz auf Antrag von Knabe eine einstweilige Verfügung, wobei sich diese nicht gegen die Kündigug, sondern gegen seine Freistellung richtet.

Das sei ein Stoppschild des Landgerichts gegen die Kampagne von Lederer gegen Knabe und die Stiftung Gedenkstätte Hohenschönhausen, so die Feststellung des Ex-Justizsenator Michael Braun (CDU) gegenüber der Bildzeitung. Berlins linker Kultursenator Klaus Lederer hat bereits angekündigt, noch am Wochenende zusammen mit Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen, um die Eilentscheidung des Gerichts anfechten zu lassen. Sollte Knabe jedoch daran gehindert werden, seinen Arbeitsplatz zu betreten, ist ein Ordnungsgeld in Höhe von 25.000 Euro fällig. (SB)

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22 Kommentare

  1. Jetzt wächst zusammen, was sich schon recht gut kennt.

    Die von Angela Merkel geführte CDU hat in der Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) eine Person zur Hand, die schon für Feine Sahne Fischfilet in die Bütt gestiegen ist. Ergebnis, ene zurückgetretene Pressesprecherin des Bauhauses, und eine weitere Aufwertung der auch im Vergleich mit anderen linksgerichteten Punkbands unsäglichen Gruppe mit dem nicht ganz neuen Geschäftsmodell „Gegen Rechts“.
    Der Berliner Kultursenator war bei den Bemühungen um die Band ebenfalls aktiv.

    Da trifft es sich gut, wiederum gemeinsam mit dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), den Rauswurf des sicher unbequemen langjährigen Leiters der Stasi-Opfergedenkstätte in Hohenschönhausen,Hubertus Knabe, weiter vorantreiben zu können.

  2. Ich habe ja keine Ahnung, um was es da wirklich geht.
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    Aber, wenn das Urteil zu recht besteht:
    25 000€ bei Verhinderung zum Betreten des Arbeitsplatzes?
    Ich hoffe doch, das gilt für jeden Tag aufs Neue.

  3. In Berlin regiert eindeutig das Elend. Die Mauer muss wieder her, samt Selbstschussanlage und Stromdraht gespeist aus Erneuerbarer Energie. Aus diesem Molloch kommt seit Jahren nichts mehr gescheites.

  4. Zu Lederer und Grütters würde es auch gut passen, sie beim Petitionsausschuß als Unterschriftenlöscher der Anti-Migrationspakt-Petition anzustellen.

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