Bundesregierung weiß nicht, wie viele Moscheen es in Deutschland gibt

Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Berliner Moschee (über dts Nachrichtenagentur)

Fast tagtäglich lesen wir in den Lokalblättern, dass irgendwo wieder einmal eine Moschee geplant oder eröffnet wird. Meist handelt es sich dabei um Moscheen der DITIB oder der Ahmadiyya-Gemeinde, die beide, jeder auf ihre Art, den politischen Islam in Deutschland fleißig verbreiten.

Nun veranstaltet das Bundesinnenministerium (BMI) Ende November erstmals seit Jahren wieder die Deutsche Islamkonferenz (DIK). Mit Blick auf die Gästeliste für die Auftaktkonferenz erklärte Heimat-Staatssekretär Markus Kerber (CDU), sie bilde die ganze Bandbreite des Islam in Deutschland ab, von scharfen Kritikern bis hin zu Verbänden. Kerber sagte der „Bild“ (Samstagsausgabe): „Wir haben die ganze Bandbreite des islamischen Lebens in Deutschland eingeladen: Einzelpersonen, aber auch kleine, neu gegründete Vereine und Verbände, aber auch die traditionellen Moschee-Dachverbände. Wir wollen gemeinsam streiten und festlegen, welche Themen in den nächsten 3 Jahren nach vorne gebracht werden sollen.“ Offen zeigte sich der Heimatstaatssekretär für eine Debatte über die Einführung einer Moschee-Steuer in Deutschland. „Das Ziel muss sein, dass die Moscheen in Deutschland nicht mehr von Finanzhilfen aus dem Ausland abhängig sind. Ob eine Moschee-Steuer, die ja nur von den Mitgliedern der jeweiligen Religionsgemeinschaft erhoben würde, eine Lösung ist, müssen die Religionsgemeinschaften für sich entscheiden“, so Kerber. „Dann müssten die Moscheen aber auch die Anforderungen des Religionsverfassungsrechts an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllen und sie müssten auf einen Staat treffen, der ihre Strukturen für dauerhaft hält, damit er sich darauf einlässt.“

Dass das Bundesinnenministerium überhaupt keinen Überblick über die Anzahl, also das Ausmaß der Islamisierung dieses Land hat, erkennt man an der Aussage Kerbers, dass es wichtig wäre, mehr Informationen in Deutschland, nicht zuletzt über die Zahl der Moscheen zu erhalten.

Kerber sagte, Deutschland brauche zwar „kein Register“ aber Listen aus den Ländern. „Im Grunde würden 16 Listen von den Ländern schon ausreichen. Dann wären wir nicht länger auf Schätzungen zur Zahl der Moscheen angewiesen und wüssten, wo der Islam gelehrt wird und wer das finanziert.“

Man weiß also gar nicht, wo der Islam gelehrt wird und wer das alles finanziert. Was für ein Armutszeugnis, was für eine Gleichgültigkeit.

Wie sehr sich der politische Islam schon breitgemacht hat, erfährt man in dieser Meldung:

Vor dem Neustart der Islamkonferenz warnen Teilnehmer vor einer Wiederholung der Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört. Gastgeber Horst Seehofer (CSU) hatte dies zum Amtsantritt als Bundesinnenminister verneint. „Es wäre verheerend, wenn es wieder nur um diese Frage geht“, sagte Bülent Uçar, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Osnabrück.

„Wir sind hier geboren, Deutschland ist unsere Heimat, der Islam unsere Religion“, sagte Aydın Süer, der mit anderen muslimischen Akademikern die Alhambra Gesellschaft gegründet hat. „Ich will nicht darüber diskutieren, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern, welcher Islam zu Deutschland gehört“, sagte der liberale muslimische Publizist und Extremismusexperte Ahmad Mansour. „Es geht um einen deutschen Islam als Alternative zu einem vom Ausland gesteuerten.“

Seehofers Staatssekretär Markus Kerber, der die Islamkonferenz vorbereitet, versucht zu beschwichtigen: „Diese Islamkonferenz soll zum Zusammenhalt beitragen“, sagte er. „Wir wollen uns um die konkreten Alltagsprobleme der in Deutschland lebenden Muslime kümmern.“ Innenminister Seehofer hat zum Auftakt der Konferenz am Mittwoch eine Grundsatzrede angekündigt. (Quelle: dts)

 

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