Abt. Dummfunk: Es grünt so grün in der ARD

Max Erdinger

Foto: Von YesPhotographers/Shutterstock

Kennen Sie Peter Heilrath? Das ist jener Rechtsanwalt & Filmproduzent, der zugleich auch Politiker der Grünen ist. Herr Heilrath hat sich in die Diskussion über eine oscarverdächtige Episode der Serie „Polizeiruf 110“ eingeschaltet. In dieser Episode ist auf dem Laptop der ermittelnden Kommissarin ein Anti-AfD-Aufkleber mehrmals deutlich zu identifizieren gewesen. Große Aufregung hub an im Lande. Völlig zu recht. 

Eine Vielzahl von Beschwerden  erreichte die Öffentlich-Rechtliche Sendeanstalt. Einhellige Empörung herrschte vor angesichts des Umstandes, daß in einer Krimiserie offen von der „Figur der Guten“, der Kommissarin nämlich, Propaganda gegen eine demokratisch gewählte Partei gemacht wird. Inzwischen hat die ARD die entsprechende Szene im „Polizeiruf 110“ retuschiert. Das passte nun Peter Heilrath nicht.

Der juristisch versierte Politografiestreifen-Produzent von den Grünen zwitscherte seine Meinung via Twitter in die Welt hinaus. Trefflich illustriert sie, wes´Geistes Kind der Interpret jedweder Wirklichkeit in Wahrheit ist. Heilrath gab den Empörten. So weit käme es noch, meinte er, daß man keine linken Charaktere mehr entwerfen dürfe. Die große Mehrheit der Bevölkerung verurteile den Hass und die Hetze der AfD.

In Franken läuft so etwas unter „versuchte Hinterfotzigkeit“. Ein Produzent Heilbarth kann kein derartiger Dramaturgiebanause sein, daß er einen Anti-AfD-Aufkleber für unverzichtbar halten muß, um linke Charaktere zu „entwerfen“. Das kauft ihm keiner ab. Heilbarth wäre ja als Filmproduzent glatt sein Geld nicht wert. Unzweifelhaft wird der Mann aber von jemandem bezahlt für seine Produktionen. Außerdem braucht man fürs Öffentlich-Rechtliche Fernsehen keine linken Charaktere zu entwerfen, weil Schauspieler mit anderen Charakteren sowieso nicht verpflichtet werden, es sei denn, sie halten sich mit politischen Äußerungen im Privatleben zurück. Das ist sogar bei Nachrichtensprecherinnen so, wie wir seit Eva Hermans inszeniertem Rauswurf bei Kerner wissen.

Schauspieler in den Unterhaltungs- und Krimiserien von ARD und ZDF sind ganz automatisch linke Charaktere. Und auf ihre Glaubwürdigkeit wird keinesfalls mit der größten Sorgfalt geachtet. Oder wie anders sollte man sich erklären, daß eine 45-jährige Tatortkommissarin, nur weil sie der „Charakter Wow-Powervrouw“ ist, schneller rennen kann als ein zwanzigjähriger, durchtrainierter Flüchtender, und daß nagelneue Range Rover eine Motorpanne haben und repariert werden von jemandem, der zufällig vorbeikommt, einen dreizehner Gabelschlüssel einstecken hat und den Dank der Havarierten mit ölverschmierten Armen entgegennehmen muß? Charaktere entwerfen fürs Öffentlich-Rechtliche ist ein total lässiger Job, um nicht zu sagen, nachlässig.

Richtig grünlich wirds aber bei Heilbarths Behauptung, die große Bevölkerungsmehrheit verurteile „Hass und Hetze der AfD“. Immerhin leben wir in einem Land, in dem selbst die Kanzlerin rechte Hetzjagden erfinden zu müssen glaubt, um das kollektive Hirngespinst von der bevorstehenden Machtübernahme durch die Untoten der Nazifriedhöfe am Leben zu erhalten.

Tweet von Peter Heilrath, Filmproduzent und Grünen-Politiker – Foto: Screenshot Twitter

Es stellen sich also ein paar Fragen, was den grünen Rechtsanwalt und die linken Charaktere betrifft, die er weiterhin entworfen haben will. Und keine der denkbaren Antworten gereicht dem Angehörigen der grünlichen „Kulturfabrik“ zu Ruhm und Ehre.

Freiheit der Kunst in Chemnitz

Peter Heilrath möchte den Anti-AfD-Aufkleber gern unter „Freiheit der Kunst“ verbuchen. Nicht bekannt ist, ob er einen Tweet zum folgenden Sachverhalt abgesetzt hat. In Chemnitz hatte die Staatsanwaltschaft gegen Bürger ermittelt, die Angela Merkel letzten Freitag mit dem umgedichteten Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ in ihrer Stadt begrüßt hatten. „Merkel hat das Land gestohlen, gib es wieder her. Sonst wird dich der Sachse holen, mit dem Luftgewehr.“, sangen sie.  Die Ermittlungen wurden inzwischen wieder eingestellt. Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft sieht darin eine Meinungsäußerung und keine Straftat.

Das wäre nämlich der wirkliche Skandal, den es zu thematisieren gälte: Daß eine Staatsanwaltschaft solche Ermittlungen überhaupt aufnimmt. Zumal der Chemnitzer Spottgesang Bezug nimmt auf eine weitere der hysterischen Lügen um die „Gefahr von rechts“. Ende September war in Sachsen eine Gruppe von „sieben Umstürzlern“ aufgeflogen, die es, schwer bewaffnet mit einem Luftgewehr (in Zahlen: 1), fast geschafft hätte, die ganze Bundesrepublik unter ihre Kontrolle zu bringen, wenn man den Medienberichten von Anfang Oktober glauben darf.  Seit einigen Wochen kursiert in Sachsen bereits eine Umdichtung des Liedes von den „drei Chinesen mit dem Kontrabass“. Es heißt nun „7 Sachsen mit dem Luftgewehr„.

Der wahre Skandal

Der wahre Skandal in unserem Lande ist, daß die historischen Untaten der original Braunlinken von Grünen und Rotlinken dazu hergenommen werden, diejenigen mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu überziehen und im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen zu diffamieren, die sich klar gegen die naziähnlichen Methoden aussprechen, mit denen politisches und mediales Establishment versucht, zu verschleiern, wie sehr es selbst verstrickt ist in gobbelsartige Propaganda und den Aufbau eines Popanzes namens „Gefahr von rechts“.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß die Akten zum NSU-Prozess um Beate Zschäpe für 120 Jahre unter Verschluß bleiben sollen. Zschäpe war im Juli zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die besondere Schwere ihrer Schuld wurde außerdem festgestellt, was eine vorzeitige Entlassung ausschließt. Sie war jedoch nicht an einem der NSU-Morde persönlich beteiligt. Allerdings konnte auch der Verdacht nicht ausgeräumt werden, daß ein V-Mann des Verfassungsschutzes eine wichtige Rolle bei einigen der Morde gespielt haben könnte. 120 Jahre Sperrfrist für die Aktenfreigabe stinken schwer nach der Absicht, Sachverhalte im Zusammenhang mit dem Prozess zu vertuschen.

Der wahre Skandal in Deutschland besteht darin, daß die Untaten der historischen Nazis von einem politkorrekten Establishment dazu hergenommen werden, diejenigen zu knebeln, die darauf hinweisen, wie sehr bspw. die öffentlichen Gewaltorgien der rotlinken Antifa an den Straßenterror der braunlinken SA der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts erinnern und wie sehr ein grüner Peter Heilbarth mit seinem krokodilstränigen Geheule über die Beseitigung eines demokratischen Fauxpas im Unterhaltungsfernsehen der Öffentlich-Rechtlichen an die argumentative Verlogenheit der Originalnazis heranreicht.

Die AfD betreibt nicht „Hass und Hetze“, sondern sie spricht sich klar gegen diejenigen aus, die tatsächlich „Hass und Hetze“ betreiben. Das sind oft genug rotlinks dominierte Redaktionen der Mainstream-Medien. Da werden rechte Hetzjagden und Pogromstimmungen einfach frei erfunden, um das braunlinke Gespenst am Leben zu erhalten, auf daß man vorzüglich Volkes Stimme damit ersticke. Und die Bundeskanzlerin ist an vorderster Stelle dabei. Genau das wäre das Thema, über das es sich aufzuregen gälte.

Die institutionalisierte Bigotterie in unserem Lande wird von kaum etwas trefflicher illustriert, als von der Tatsache, daß sich ein grüner Filmproduzent über das Entfernen eines Anti-AfD-Aufklebers im öffentlich-rechtlichen Fernsehkrimi empört, zugleich aber Ermittlungen gegen Bürger aufgenommen werden, die „Merkel hat das Land gestohlen“ singen. Auch, wenn die Ermittlungen dann wieder eingestellt worden sind.

 

 

 

 

 

 

 

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