Statistiker, die neuen Sophisten: Wie Migrantengewalt weggerechnet wird

Weiß der Geier, wo Frau Giffey den Doktortitel herhat - Foto: Imago

Berlin – „Insgesamt 138.893 Menschen sind in Deutschland im vergangenen Jahr Opfer von Gewalt durch Partner oder Ex-Partner geworden. 147 Frauen wurden dabei getötet. Dies geht laut einem Bericht der WELT aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten „Kriminalstatistischen Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017“ des Bundeskriminalamts hervor.

Eine Sternstunde für alle Neo-Sophisten, die gerne mit Zahlen jonglieren, um eins klarzustellen. Die dramatische Steigerung der Opferzahlen um fast 30 000 zwischen 2016 und 2017 mit einer deutlichen Zunahme von Vergewaltigungen und Übergriffe von Gruppen hat nichts mit der „Zuwanderung“ zu tun. Diese Meinung vertritt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und quetscht sie vor laufenden Kameras in das ihr passende Korsett, dass die größte Gefahr in den eigenen vier Wänden lauert und der überwiegende Teil der Täter „bio-deutsch“ – sei. Nämlich laut Statistik knapp 68 Prozent.

Ähnliche Zahlenspiele waren von anderen Meinungsmachern auch nach der Gruppenvergewaltigung von Freiburg zu lesen, zu sehen und zu hören. Aber auch das war eine geschickt verpackte Zahlenbombe, die Giffeys wirklichkeitsferne Relativierung buchstäblich hoch gehen lässt. Sie belegt nämlich eindeutig, dass die 32 Prozent der Nichtdeutschen prozentual wesentlich höher an Gewaltverbrechen – beteiligt sind als Deutsche. Ein Beispiel sind die zunehmenden Vergewaltigungen und Übergriffe nach Freiburger Muster.

So musste der Focus zähneknirschend zugeben: „Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger in der Kategorie der „überfallartigen“ Vergewaltigungen durch Gruppen lag 2017 bei 67,1 Prozent – und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.“ (siehe auch Jouwatch-Artikel)

Laut Polizeistatistik ist „Der Anteil der tatverdächtigen Ausländer sowohl bei den „überfallartigen“ Gruppenvergewaltigungen als auch bei den Gruppenvergewaltigungen generell gestiegen. Lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger in der Kategorie „Vergewaltigung durch Gruppen“ 2005 auf einem Tiefststand von 37,4 Prozent, so lag er 2016 bei 53,6 Prozent, 2017 bei 52,5 Prozent.

Fazit des Focus dann auch: „Der Anteil von Syrern, Afghanen und Irakern ist gestiegen. Demnach hängt die wachsende Zahl der ausländischen Tatverdächtigen mit der Zuwanderung seit 2015 zusammen.“

Dass die Bundesfamilienministerin bei Bewertung ihres Datenwustes zu anderen Rückschlüssen kommt als der nicht gerade AfD-freundliche Focus und die Polizei zeigt, dass sie sich im altbewährten Fahrwasser der antiken Sophisten bewegt, Wahrheiten zu Unwahrheiten und Unwahrheiten zur Wahrheit zu erklären. Die Römer haben als beste Zauberlehrlinge der sophistischen Schule die rhetorischen Winkelzüge zur Vollendung gebracht und zugleich die Grundlagen des modernen Rechtssystems gelebt. Somit ist die Philosophie der Sinnverdrehung auch heutiger Bestandteil der Politik und besonders des Rechtswesens.

Eigentlich müsste Franziska Giffey die Realität ohne die statistischen Zahlenspielchen kennen. Sie war lange genug Bürgermeisterin von Neukölln, dass regelrecht in Migrantengewalt und Clankriminalität erstickt. Außerdem sollte sie sich die Frage stellen: Wozu schafft man auf Grund hunderter Übergriffe in einigen Städten „waffenfeie Zonen“ und lässt dort verstärkt Polizisten patrouillieren, wenn die Gewalt hauptsächlich Zuhause stattfindet? (KL)

 

 

 

 

 

 

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