Viel zu tun: Spezielle Ermittlungsgruppe für „mehrfach straffällige Flüchtlinge“

Symbolfoto: Durch boyphare/Shutterstock
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Baden-Württemberg/Ludwigsburg – Seit Juli 2016 ist die polizeiinterne „Ermittlungsgruppe Mehrfachtäter Zuwanderung“ – kurz EGMTZ – tätig. Dem Team des Polizeipräsidiums Ludwigsburg scheint die Arbeit rund um die Verfolgung von mehrfach straffällig gewordene Flüchtlingen nicht auszugehen. 

Bei der EGMTZ gilt als Mehrfachstraftäter, wer innerhalb von sechs Monaten mindestens fünf Straftaten begangen hat. Ursprünglich sollte die Ermittlungsgruppe nur ein Jahr agieren. Wie es aussieht, scheint es sich jedoch um einen Job mit Zukunft zu handeln. „Als wir mit unserer Arbeit anfingen, hatten wir 39 Personen auf dem Schirm“, so Kriminalhauptkommissar Roger Grotz. Aktuell seien es 202 Personen, von denen jede im Schnitt 14,7 Straftaten begangen habe. Es sei nicht nur die Zahl der Straftäter gestiegen, sondern auch die Anzahl der Straftaten pro Person, was laut dem Kommissar ein eine Dynamik erkennen lasse.„Wir müssen aufpassen, dass daraus keine organisierte Kriminalität wird“.

Der typische hereingeflüchtete Mehrfachtäter wird vom EGMTZ-Team wie folgt beschrieben: Durchschnittlich 26 Jahre alt, fast immer männlich, und in den letzten drei Jahren nach Deutschland eingereist, so dass sein Asylverfahren meist noch läuft. Unter den Nationalitäten finden sich meist jene, die auch in der Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ganz oben stehen: Syrien, Afghanistan, Irak. Auffällig sei jedoch, so die EGMTZ, dass besonders viele Straftaten von Algeriern begangen werden. Die meisten Straftaten werden an den großen Bahnhöfen, also in Ludwigsburg, Bietigheim und Böblingen begangen, so die Gemengenlagelaut den Stuttgarter Nachrichten.

Viele Straftaten unter Zuwanderern seien ein „verzweifelter Versuch, an der Konsumgesellschaft teilzuhaben“, so die relativierende Darstellung eines anderen EGMTZ-Ermittler. Körperverletzung von Flüchtlingen untereinander sei ebenfalls ein häufiges Delikt. Oft gebe es bei den Schutzsuchenden Stress wegen drei Faktoren: „Geld, Drogen, Mädels.“

Die EGMTZ – momentan mit drei Beamten bestückt – geht davon aus, dass auch in Zukunft weiterhin viel zu tun sein werde. Denn: Auch unter den Flüchtlingen werden sich langsam kriminelle Karrieren entwickeln. Dass Menschen, die angeblich schutzbedürftig sind und von der hiesigen Bevölkerung vollumfänglich ausgehalten werden, kriminell werden, das scheint für die EGMTZ-Beamten ein Naturgesetz zu sein. Denn dass komme ja in anderen gesellschaftlichen Gruppe auch vor, behauptet die „Ermittlungsgruppe Mehrfachtäter Zuwanderung“. (SB)

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