Sorge nach Mord an Rentner: SPD-Bürgermeisterin und Innenminister warnt vor Instrumentalisierung

Ministerpräsidenten Lorenz Caffier (CDU) (Bild: Pressefoto)
Ministerpräsidenten Lorenz Caffier (CDU) (Bild: Pressefoto)

Mecklenburg-Vorpommern/Wittenburg – Nachdem die in der Flüchtlingshilfe engagierte Tochter ihrem pflegebedürftigen Vater einen 20-jährigen, abgelehnten afghanischen Asylbewerbers vermittelte, schnitt dieser dem 85-Jährigen in seinem eigenen Haus die Kehle durch. Wem die Sorge der Wittenburger SPD- Bürgermeisterin und des CDU-Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern gilt, wird auch hier einmal mehr klar.

Wittenburgs SPD-Bürgermeister Margaret Seemann, ehemalige  parlamentarische Staatssekretärin für Frauen- und Gleichstellung, warnte am Montag den „Vorfall“ für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Als Beispiel führte Margret Seemann (SPD) mehrere Aufrufe zu Mahnwachen via Internet seitens der rechtsextremen NPD und der AfD an, die die SPD-Funktionärin in einem Atemzug benennt. „Ich hoffe, dass sich die Bürger gegen solche Versuche zur Wehr setzen“, sagte die besorgte Seemann und fügte hinzu, dass es bisher keine Hinweise auf eine politische Tat gebe.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) warnte davor, die Tat für politische Zwecke zu instrumentalisieren und sie dafür zu missbrauchen, zu Hass und Gewalt aufzurufen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Justiz die Umstände und Motive der Tat restlos aufklären und den Täter einer gerechten Strafe zuführen wird“, erklärte der CDU-Mann, dessen Parteiführung durch eine haltlose Immigrationspolitik für den Tod des Senior mitverantwortlich ist.

Der pflegebedürftige Rentner wurde in der Nacht zum Samstag durch einen „tiefen Halsschnitt“ getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schwerin ist ein 20-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan, der zeitweise in dem Haushalt helfen sollte, der Tatverdächtige. Er wurde nach kurzer Flucht gefasst und sitzt wegen Mordverdachts in U-Haft. (SB)

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