„Sklavenmarkt“ auf Facebook: Mädchen für 500 Kühe und drei Autos versteigert

Facebookauktion (Bild: Screenshot/shutterstock.com/Von streetlucifer)
Facebookauktion (Bild: Screenshot/shutterstock.com/Von streetlucifer)

Auf Facebook überboten sich fünf Männer. Das Objekt des Bieterwettstreits: Ein 17-jähriges Mädchen aus dem Sudan wurde von ihrer Familie zum Kauf feil geboten. Weg ging die jungfräulich Braut an den Höchstbietenden für 500 Kühe und drei Autos.

Das 17-jährige Mädchen wurde von ihrer eigenen Familie auf Facebook zum Verkauf angeboten. „Wie viele Kühe seid ihr bereit zu bezahlen, um sie zu heiraten?“soll unter dem Facebookangebot samt einem Bild des Mädchens gepostet worden sein, berichtet die lokale Zeitung „Zambian Observer„.

Unter den Bietern: David Mayom Riak, der stellvertretende Gouverneur des südsudanesischen Staates Eastern Lakes State, so das Boulevardblatt Stern. Der Gouverneur habe 250 Kühe für das Mädchen geboten.

Er wissen, dass sie minderjährig sei. Sein Problem: Wenn er warte, werde sie ihm von einem anderen weggeschnappt, so einer jener Vertreter, die auch durch deutsche Entwicklungshilfe ihre politischen Positionen sichern können. Ein Geschäftsmann machte jedoch den „Stich“ und bekam für sein Gebot von 500 Kühen, drei Autos und 8500 Euro den Zuschlag.
Am 3. November schließlich fand die Hochzeit statt. Die 17-Jährige wurde laut lokalen Medien als  zehnte Ehefrau mit dem Höchstbieter verheiratet. Auf Facebook seien Fotos der Hochzeit veröffentlicht worden, die das minderjährige Mädchen in einem weißen Brautkleid und einem versteinertem Gesicht neben ihrem breit grinsenden Ehemann zeigten.
Facebook reagierte erst nach der Hochzeit auf den öffentlich betriebenen Menschenhandel auf der ansonsten so blitzschnell agierenden Plattform mit einer Sperrung des Users.
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