Der Irrsinn tobt: Umweltschützer fordern wegen Feinstaub Filter für Räuchermänner

Dem Räuchermännchen gehts an den Kragen (Bild: shutterstock.com/Von Brett Holmes)
Dem Räuchermännchen gehts an den Kragen (Bild: shutterstock.com/Von Brett Holmes)

Im Fichtelgebirge – zwischen Sachsen und Böhmen –  zählen die Räuchermännchen seit rund 200 Jahren zum festen Traditionsgut in der Weihnachtszeit. Ein Umweltschützer schlägt jedoch nun Alarm und warnen vor gesundheitlichen Risiken. Und schlägt vor: Der massiven Feinstaub-Bedrohung kann nur durch Russfilter begegnet werden.

Roland Peuschel, seines Zeichens Vorsitzender der „Grünen Liga Westsachsen e.V.“ macht darauf aufmerksam, dass nicht nur der „Stink-Diesel“ unser aller Gesundheit bedroht. Nein. Auch die, aus dem Fichtelgebirge stammenden „Rauchmänner“ tun dies. Im Inneren der Rauchmänner brennt eine Räucherkerze vor sich hin, die – bislang unbeachtet – massiv Feinstaub in die vorweihnachtlichen Wohnstuben emittierte.

Der Umweltengel Peuschel regt nun laut dem Portal Tag24 an, Feinstaubfilter für die Holzfiguren in Betracht zu ziehen: „Jeder schädliche Stoff, der nicht in die Umwelt kommt, ist gut. Vor allem in geschlossenen Räumen. Das Nachdenken über gesunde Raumluft und über bessere Räuchermännchen schadet auch nicht der Tradition im Erzgebirge.“

Ziemlich weit hergeholt, meint Männelmacher Tino Günther aus dem sächsischen Erzgebirgskreis Seiffen. Der frühere FDP-Landtagsabgeordnete gibt seiner Sorge Ausdruck, dass die Tradition eines Tages verboten werden könnte. Natürlich stoßen Kerzen und Räucherkerzen sehr viel Feinstaub aus. Aber es darf hier keine Vorschriften geben. (SB)

 

 

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