Neue Richtlinien in Kraft: EU schreibt Pay-TV-Anbieter Inhalte vor

Fernsehzuschauer (Symbolbild: shutterstock.com/Von 0meer)
Fernsehzuschauer (Symbolbild: shutterstock.com/Von 0meer)

In bekannter Manier mischt sich die EU in die Privatwirtschaft ein, um die eigenen Zentralisierungsgelüste voran zu treiben: Die EU hat eine neue Richtlinie verabschiedet, nach denen Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video künftig 30 Prozent regionale Inhalte anbieten müssen. 

Brüssel liefert derzeit ein Paradestück dessen, was es am besten kann: Die Privatwirtschaft einschränken und den Bürgern Vorschriften in ureigenen Lebensbereichen machen: Ab 2020 müssen Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Maxdome in der EU künftig mindestens 30 Prozent regionale, also europäische Inhalte anbieten. Das berichtet die Internetseite GameStar.

Pay-TV Nutzern ist es sicher aufgefallen: Plötzlich findet sich der altbekannte GEZ-Trash in der Auswahl, dem man doch gerade durch das Abo von Netflix und Co. entgehen wollte. Ja, viele zahlen inzwischen bereitwillig für ein indoktrinationsfreies Programm, haben die Nase gestrichen voll von Nanny-TV Formaten, Schwachsinnsserien und dem vielfach ewig talentfreien Ensemble linksgebürsteter Staatsfunkschauspieler, meint die AfD zu den neuen EU-Auflagen und stellt zum Leidwesen des entmündigten Bürgers fest:

„Doch hier haben die Nutzer die Rechnung ohne die EU gemacht! Selbst das freiwillige Zahlen für ein Programm nach Maß schützt nicht davor, dass Brüssel sich in das private TV-Vergnügen einmischt. Mit einer neuen Richtlinie verpflichtet man Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Maxdome doch glatt dazu, eine Quote von 30 % regionalen Inhalten zur Verfügung zu stellen. Außerdem soll es strengere Jugendschutz-Regeln geben – wohlgemerkt bei einem Angebot, das von sich aus bereits Einstellungen hat, um für Kinder nur altersgemäße Inhalte zugänglich zu machen“. Beim Thema Jugendschutz mache sich die EU dann vollends lächerlich, so die Bewertung der AfD. Die Anbieter müssen künftig auf die Meldungen anstößiger Inhalte zügig reagieren und Meldemechanismen zur Verfügung stellen: „Passt also einer grünen Latte Macchiato-Mutti im Prenzlauer Berg das Programm nicht, droht Ärger. Soweit ist es gekommen: Wir müssen uns inzwischen sogar im Pay-TV vorschreiben lassen, was wir schauen dürfen“.

Die Streaming-Dienste haben bereits Bedenken ob der Qualitätseinbußen angemeldet. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dies die Brüsseler Bürokraten nicht tangieren wird.  (SB)

Loading...