Mittelfranken: Verdi-Bezirksverband duldet keine AfD-Mitglieder

ver.di (Symbolbild: shutterstock.com/Von Yulia Reznikov)
ver.di (Symbolbild: shutterstock.com/Von Yulia Reznikov)

Bayern/Nürnberg –  Der Bezirksverband Mittelfranken der Gewerkschaft Verdi will künftig keine AfD-Mitglieder in seinen Reihen mehr dulden. Deshalb haben die Delegierten nun bei der Bezirkskonferenz beschlossen, dass eine gleichzeitige Mitgliedschaft in Verdi und AfD nicht möglich ist.

Die vordringliche Aufgabe einer Gewerkschaft, nämlich die Interessen von Arbeitnehmern gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten, davon hab sich viele Einzelgewerkschaften schon längst verabschiedet. Besonders hervor tut sich dabei seit Jahren die vom Grünen-Mitglied Frank Bsirske geführte Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), deren Mitglieder regelmäßig als aggressive Gegendemonstration bei Veranstaltungen “gegen Rechts” in fester Reihe mit der gewalttätigen Antifa in Erscheinung treten. Ein weiteres Kampffeld von ver.di: Die AfD.

Von daher wohl nur logisch, dass die Delegierten des ver.di Bezirksverband Mittelfranken keine AfD-Mitglieder mehr in ihren erlesenen Reihen dulden wollen. Das haben sie am Wochenende bei ihrer Bezirkskonferenz beschlossen. Ab sofort ist eine gleichzeitige Mitgliedschaft in Verdi und AfD nicht möglich.

„Schon allein die Werte der Gewerkschaft, also Achtung der Menschenwürde, Solidarität, Freiheit und Gleichberechtigung schließen AfD-Mitglieder eigentlich aus“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Göppner.

Göpper und seine Genossen scheint der Umstand nicht zu irritieren, dass bei der Bayerischen Landtagswahl 14,5 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder die AfD gewählt haben. Dieses Ergebnis lag somit deutlich über dem Gesamtergebnis der Partei von 10,2 Prozent.

Trotz des Beschlusses der mittelfränkischen ver.di Vertretung könnten allerdings AfD-Mitglieder nicht sofort ausgeschlossen werden. Diesem Antrag müsste erst der ver.di Bundeskongress im kommenden September zustimmen, so die traurige Nachricht laut dem Portal nordbayern.

Göpper, der Gesinnungsschnüffler im Amt des ver.di Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken verkündete, das der potentielle Ausschluss von mehr als 14 Prozent ver.di-Mittglieder „zunächst vor allem ein politisches Signal“ sei. „Die praktische Umsetzung ist dann natürlich etwas anderes“, räumt Göppner ein. Man werde sicher nicht beim Eintritt die politische Orientierung abfragen. Außerdem werde man zwischen Funktionären, Mandatsträgern und einfachen Wählern der Partei sehr genau unterscheiden. (SB)

 

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