Arbeitgeberpräsident will noch mehr Ungelernte nach Deutschland holen

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Bombenstimmung (Foto: Collage)

Berlin – In den letzten drei Jahren sind geschätzte 1, 5 Millionen ungelernte Arbeitskräfte nach Deutschland gekommen, von denen nur ein geringer Teil überhaupt in der Lage oder willens ist, irgendeine Hilfsarbeit anzunehmen. Doch Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer verlangt von der Großen Koalition, mit dem geplanten Fachkräftezuwanderungsgesetz auch noch weitere Ungelernte nach Deutschland zu holen. „Es geht uns eben nicht nur ausschließlich darum, den Akademiker oder bereits ausgebildeten Fachmann ins Land zu holen“, sagte Kramer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). „Das Gesetz muss auch ermöglichen, Menschen anzuwerben, die wir in Deutschland erst zu Fachkräften weiterbilden, da es weltweit keine vergleichbare Berufsausbildung gibt, wohl aber Berufserfahrung.“

Kramer plädierte dafür, auch abgelehnte Asylbewerber mit Job in Deutschland zu halten – was derzeit unter dem Stichwort „Spurwechsel“ diskutiert wird. „Die meisten, die gekommen sind, sind unter 25 Jahren und lernen relativ schnell die deutsche Sprache. Und wenn sie sich in der Ausbildung und den ersten Berufsjahren bewähren, haben sie bereits heute die Chance, auf Dauer in Deutschland zu bleiben“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberbände (BDA).

„Ich appelliere an jede Ausländerbehörde, die bestehenden Regelungen für gut integrierte Beschäftigte anzuwenden. Wichtig ist, für diese dann rechtzeitig eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.“ Der Arbeitgeberpräsident rechnet mit einer Fortsetzung des Arbeitsmarkt-Booms auch im kommenden Jahr.

„Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Arbeitslosigkeit zunehmen könnte. Die deutsche Wirtschaft wird 2019 rund 500.000 neue Arbeitsplätze schaffen“, sagte Kramer. Allerdings würden die Wachstumsprognosen zurückgehen.

„Ein Grund dafür ist bereits jetzt der Fachkräftemangel. Wir haben ihn nicht in allen Regionen gleichermaßen, aber in fast allen Branchen“, so der BDA-Präsident. „Der Lagerarbeiter fehlt genauso wie der Informatiker. Der Fachkräftemangel ist das größte langfristige Risiko für unsere Wirtschaft, dem wir selbst begegnen können, im Gegensatz zu vielen externen Risiken.“

Wir haben bereits jetzt schon 2,2 Millionen Arbeitslose und wohl noch mehr Bürger, die nur mit Zeitverträgen so einigermaßen über die Runden kommen. Will man hier ein Heer von Sklaven errichten? (Quelle: dts)

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