Salzburg: So plünderte ein Asylbewerber die Sozialkasse

Symbolfoto: Durch pathdoc/Shutterstock
(Symbolfoto: Durch pathdoc/Shutterstock)

Salzburg – Viele Asylbewerber kommen aus gutsituierten Verhältnissen. Weder Verfolgung noch Armut treibt sie hierher, sondern die Aussicht auf schnelles Geld in einem naiven Gutmenschsystem, dass für eingereiste Abenteurer nur allzu gerne in die Tasche greift, während zur gleichen Zeit einheimische Obdachlose auf Parkbänken erfrieren. Ein solch exemplarischen Asylbetrug hat jetzt die Polizei in Salzburg aufgedeckt.    

Wie die Landespolizeidirektion Salzburg  mitteilt, gelang es Beamten in Lehen in Kooperation mit Kollegen der Polizeiinspektion AGM „Schengenfahndung“ einem 25-jährigen in Salzburg wohnhaften irakischen Asylwerber nachzuweisen, dass er im Zeitraum von Juli 2015 bis Juni 2018 insgesamt widerrechtlich knapp 18.500 Euro an Sozialleistungen bezogen hat. Darin enthalten Bargeldleistungen für Krankenversicherung, zu Wohnzwecken, für die Verpflegung, Bekleidungshilfe und Taschengeld.

Die Ermittler fanden heraus, dass der Iraker auf großem Fuß lebte. Er besaß einen gehobenen Mittelklassewagen im Wert von mindestens 30.000 Euro.  Auf seinem Bankkonto wies der aktuelle Saldo einen Wert von knapp über 25.000 Euro auf. Ein vorhergehender Saldo betrug beinahe 66.000 Euro.

Im Verlauf seiner Vernehmung gestand der Asylbetrüger aus wirtschaftlich gut situierten Verhältnissen zu stammen. Seine Eltern besäßen im Irak mehrere Immobilen und ein Unternehmen. Trotz einer ihm bekannten Meldepflicht verschwieg er diese Einkünfte. Er hätte nach dem Salzburger Grundversorgungsgesetz sein eigenes Vermögen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes einzusetzen müssen.

Zum Verhängnis wurde ihm seine eigene Kleinlichkeit. Er hatte bei der Polizei anzeigt, dass ihm aus seinem Fahrzeug die Fußmatten gestohlen worden seien. Das brachte die Beamten auf die Spur seine Vermögensverhältnisse zu überprüfen.  Die Anzeige an die Staatsanwaltschaft Salzburg erfolgt wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Betruges.

Ähnliche Fälle gibt es immer wieder auch in Deutschland. Wie der Kreisbote – ein Lokalableger von merkur.de – im August 2017 berichtete, hat der „Sozialleistungsbetrug bei Asylbewerbern“ ständig zugenommen. Der Artikel bezog sich auf die bayrische Grenzregion wo durch Schleierfahndungen Asylbewerber ermittelt wurden, die bereits in anderen Ländern Sozialleistungen bezogen. (KL)

 

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