Linksextremisten verwüsten Hotel – 50.000 Euro Schaden

"Antifaschistische" Aktion (Bild: Screenshot)
"Antifaschistische" Aktion (Bild: Screenshot)

Leipzig – Antifa-Sturmtruppen verwüsteten in der Nacht zum Freitag den Veranstaltungsort, an dem am Wochenende der Kreis-Parteitag der AfD stattfinden sollte. Auf der linksextremistischen Plattform Indymedia hat sich eine Antifa-Gruppe bereits zum Anschlag bekannt. Der Staatsschutz ermittelt mal wieder. 

In der Nacht zum 09. November haben wir im Hotel „Zur Ratte“ in der Erikenstraße 10 in Leipzig die Scheiben eingeschlagen und Farbe im Innenraum verteilt. Das Hotel ist Gastgeber des Kreisparteitags der AfD am kommenden Wochenende, auf dem auch die KandidatInnen für die kommenden Landtagswahlen gewählt werden sollen„, so das Bekennerschreiben.

Ein „kleiner kämpferischer Beitrag“

Die Terrorgruppe zeigt sich von ihrem Tun überzeugt, da das Hotel „knietief im rechten Sumpf steht“. Als Rechtfertigung benennen die Linksextremisten den Umstand, dass dort „mindestens seit 2016 öffentliche und nicht-öffentliche politische Veranstaltungen der AfD Leipzig stattfinden“. Die Wirtsleute seien ebenfalls „Überzeugungstäter“ und mit anderen „FunktionärInnen der AfD“ verflochten. Das würden Veranstaltungsbilder beweisen. Der AfD-Politiker und Leipziger Stadtrat Christian Kriegel wird im Bekennerschreiben als „Rassist“ bezeichnet. Der Anschlag sei ein „kleiner kämpferischer Beitrag für ein aktives Gedenken an die Verbrechen des Faschismus“, so die „Anti-Faschisten“ abschließend.

Im Kommentarbereich der linksextremistischen Seite gibt es bereits Applaus und eindeutige Aufrufe zur Gewalt gegen die Wirtsleute:

“ Super Arbeit liebe Genoss*innen! Weiter so. Interesse besteht auf jeden Fall auch an den Adressen des Ehepaars Schneider. Wer die AfD reinlässt, holt sich Stress ins Haus!

„In was für einem Land leben wir eigentlich?“

Wie die Polizei auf Anfrage der LVZ mitteilte war die linke Zerstörungswut massiv. Die Täter zerschlugen mehrere Fensterscheiben zum Restaurant und Vereinszimmer. Anschließend drangen sie gewaltsam in das Lokal ein. „Die haben alles zerstört“, so Wirt Uwe Schneider, „überall wurde Teerfarbe verteilt, sämtliche Möbel und der Fußboden auf rund 100 Quadratmetern sind hinüber.“ Der Schaden wird von den Wirtsleuten auf auf rund 50 000 Euro geschätzt. „Ich bin wirklich fassungslos“, so der Gastronom am Freitag gegenüber der LVZ, „in was für einem Land leben wir eigentlich?“

Von Linksextremisten verwüstet (Bild: Screenshot)
Von Linksextremisten verwüstet (Bild: Screenshot)

Dabei hatte die AfD den Tagungsort wohlweislich geheim gehalten, wie Stadtrat Kriegel erklärte. „Wir haben das nicht kommuniziert, weil wir wissen, dass die Gastronomen damit in Gefahr gebracht werden. Dennoch ist das an die linksextreme Szene durchgesickert.“

Der Kommunalpolitiker hat mittlerweile für sich um Polizeischutz ersucht. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Es wird von einer politisch motivierten Tat ausgegangen. Das Bekennerschreiben auf der Linksextremistenseite werde geprüft. (SB)

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