9. November: Kein Wort über muslimischen Antisemitismus

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Kardinal Reinhard Marx und Bischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Collage

Würzburg – Eigentlich hätte die große Gedenkveranstaltungen am Vorabend der Reichspogromnacht vor 80 Jahren in Offenbach stattfinden müssen. In der Nähe der dortigen Synagoge wurde ein Rabbiner insgesamt fünf Mal von arabischen Jugendlichen angepöbelt und beschimpft; aber Kirche, Politiker und nicht zuletzt der Zentralrat der Juden hatten anderes im Sinn. Der düstere Tag in der deutschen Geschichte wurde gestern einzig dazu benutzt um vor wachsenden Fremdenhass und vor allem „Rechtspopulisten“ zu warnen. Dass Juden in Deutschland zum größten Teil von antisemitischen islamischen Migranten angegriffen werden und im Nachbarland Frankreich sich kaum noch auf die Straße trauen, wurde mit keinem Wort erwähnt.

Die große Heuchelei begann in Würzburg bei der Gedenkveranstaltung der Stadt Würzburg und der jüdischen Gemeinde am Platz der ehemaligen Synagoge auf der Domerschulstraße. Anwesend der Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer und Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Hier sprach, wie Domradio und KNA berichtet, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Kardinal Marx. Seine Rede zielte zwischen den Zeilen vor allem auf Islamgegner, AfD und Publizisten der Gegenöffentlichkeit. Zitat: „Es sind nicht erst Taten oder offenkundige Rechtsverstöße, die den Grundkonsens (der Gesellschaft) angreifen und beschädigen. Die letzten Jahre der Weimarer Republik zeigen uns deutlich: Die Verrohung der Sprache führt zur Verrohung der Sitten“. Dann sprach er von der Pflicht eines Christen Juden zu schützen. „Papst Franziskus sage, dass ein Christ nicht Antisemit sein könne …. Ein Christ ist verpflichtet, solidarisch mit Juden zu sein.“ Wieso gelten diese Pflichten nicht auch für Muslime? Welch eine Heuchelei angesichts der letzten schlimmen antisemitischen Übergriffe!

Ähnliche Töne wie von Marx waren auch von Amtskollegen Bischof Gebhard Fürst zu hören.  Der katholische Rottenburg-Stuttgarter Bischof verwies auf aktuelle „Ausgrenzung und Antisemitismus“. Ausländerfeindliche Parolen, Vorurteile und Intoleranz seien wieder auf dem Vormarsch. Auch in seiner Rede genossen die Hauptverursacher des neuen Antisemitismus Welpenschutz. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass der Anteil von Antisemiten unter Muslimen geschätzt bei weit über 70 Prozent liegt. Laut einem BR-Beitrag liegt der Anteil antisemitischer Straftaten mit Migrationshintergrund inzwischen bei 80 Prozent.

Auch in Berlin beim Gedenken „beiden großen Kirchen“ anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome wurden die islamophilen Berufschristen nicht müde nach „rechts“ auszuteilen. Der evangelische Bischof Markus Dröge behauptete, Rechtspopulisten und Rechtsextremisten testeten mit immer neuen Provokationen, „wie weit sie heute gehen können“.

Außenminister Heiko Maas (SPD) meldete sich am Donnerstagabend in Berlin ebenfalls zu Wort. Auch hier Welpenschutz für die Haupttäter und Dresche für Leute, die sich mehrheitlich hinter die Juden und vor allem den Staat Israel stellen: „Populisten und Nationalisten wollten spalten, indem sie Vorurteile schürten, meinte der Außenminister. Hass spalte, hetzte auf und töte. Weiter heißt es im Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur:

„Er forderte dazu auf, klar „auf der anderen Seite“ zu stehen und für Toleranz, Respekt und Mitgefühl einzutreten.“ Es ist unschwer zu erkennen, wem Toleranz und Respekt gelten soll.

Ähnlich äußerte sich auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und wurde sogar noch deutlicher: In der Gesellschaft müsse ein Klima der Toleranz und des Respekts herrschen. Nur dann könnten Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in Frieden miteinander leben.

In Pakistan ist jeder Tag ein 9. November!

Allzu bekannte Plattitüden waren auch von der Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Beate Rudolf zu hören. Sie meinte, wer andere ausgrenze, spalte die Gesellschaft und untergrabe die Grundlagen der freien und friedlichen Gesellschaft. Vielleicht sollte Frau Rudolf mal eine Schule in einem Brennpunkt besuchen, in dem deutsche Kinder in der Minderheit sind und in der Pause ihre Wurstbrote ins Gesicht geschlagen bekommen. Oder als letzter einheimischer Mieter in Bonn-Tannenbusch. Die Gedächtnisfeiern waren vor allem eine Parabel über Weggucken, Wegducken und doppelte Moral und zeigen, dass unsere Eliten wirklich nichts aus der deutschen Geschichtee gelernt haben, sondern gerade wieder ähnliche intolerante, totalitäre Weltanschauungen – Beispiel Türkei, oder Pakistan – salonfähig machen. Die dortigen christlichen Minderheiten haben das ganze Jahr über ihren „9. November“. (KL)

 

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