Großbritannien: 30-jähriger Asylbewerber sitzt in Schulklasse mit Teenagern

Marilla Slominski

screenshot Youtube
screenshot Youtube

In Großbritannien sitzt ein über 30-Jahre alter Asylbewerber in einer Schulklasse mit Jugendlichen und behauptet, er sei 14. Die Klassenkameraden sind verstört, die Eltern mehr als besorgt, die Behörden reagierten erst, als der Druck zu groß wird.  

Über Deutschland reiste der Asylbewerber Anfang dieses Jahres ohne Papiere in Großbritannien ein. Er soll in Erfurt gelebt haben und aus dem Iran stammen. Vor den Behörden behauptete er, ein „unbegleiteter Minderjähriger“ zu sein, was dem offensichtlich ausgewachsenen Mann geglaubt und bescheinigt wurde. So nahm der vermeintlich „15-Jährige“ zu Beginn des neuen Schuljahres inmitten seiner „gleichaltrigen“ Klassenkameraden in der Stoke High School in Ipswich, Suffolk, Platz und lernte für das General Certificate of Secondary Education (GCSE), was in England in etwa dem deutschen mittleren Schulabschluss entspricht. Die „echten“ Jugendlichen waren angesichts des neuen Mitschülers schwer verwirrt: „Was macht dieser 30-jährige Mann in unserer Matheklasse?“, fragte einer von ihnen auf Snapchat und schickte gleich ein „Beweisfoto“ mit.

screenshot YouTube
screenshot YouTube

Den Mitschülern gegenüber gestand der „junge Asylbewerber“ laut MailOnline freizügig, er sei viel älter, als in den Papieren angegeben. Selfies auf dem inzwischen gelöschten Facebook-Profil des „Wunderknaben“  zeigen einen bärtigen Mann, der offensichtlich sein 15tes Lebensjahr schon lange hinter sich gelassen hat.

Die Eltern gerieten in Aufregung und wurden zum Teil rüde vom Lehrpersonal zurechtgewiesen: „Ich ging zur Schule, um meine Besorgnis zu äußern, doch der Lehrer versuchte, mich zum Schweigen zu bringen. Die Dokumente würden alle vorliegen und richtig sein, erklärte er mir“, so Lewis Forte laut inews.uk.

Der Mann ist ein Sicherheitsrisiko, finden die Eltern

Auch Stacy Bonner meldete sich angesichts des Asyl-Klassenkameraden bei der Schule: „Die Schule hat mir am Telefon bestätigt, dass er weiter am Unterricht teilnimmt und das das Personal nichts tun kann bis das Innenministerium sein Alter überprüft hat,“ so die 31-jährige Mutter auf Facebook. Eltern fürchteten um das Wohlbefinden und die Sicherheit ihrer Kinder. „Wie kann jemand wie er mit Kindern zusammen essen und lernen. Der Mann spricht nicht mal Englisch. Er sitzt in der Klasse und kann weder sprechen noch lernen. Er kann harmlos sein, aber er kann auch genauso gut ein gefährlicher Mann sein. Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn er sich mit einem jungen Mädchen anfreundet, dass denkt, er wäre in ihrem Alter“, fürchtet eine andere Mutter.

„Die Schule tut sehr geheimnisvoll. Uns ist nichts darüber gesagt worden. Ich bin erstaunt, dass er es so schnell geschafft hat, an der Schule unterzukommen. Er sieht mit seiner Gesichtsbehaarung eher aus, als würde er zu den Eltern gehören“, erklärt eine Frau, deren jüngerer Bruder die Schule besucht. Andere Eltern reagierten wütend. Sie sehen in dem augenscheinlich um die 30 Jahre alten Mann ein Sicherheitsrisiko – besonders für die jungen Mädchen der Schule. Viele drohten damit, ihre Kinder aus Protest von der Schule zu nehmen, wenn der erwachsene Asylbewerber bleibe.

Vor wenigen Tagen rang sich die Schulleiter angesichts der Empörung dazu durch, den Vorfall dem Innenministerium zu melden – vorerst darf der „junge“ Asylbewerber nicht weiter zur Schule gehen. Das Innenministerium will sich nun der Sache annehmen, die Einwanderungsbehörde das wahre Alter herausfinden.

Die Schulleitung will den Fall nicht weiter kommentieren: „Wir äußern uns nicht zu einzelnen Fällen, aber wir befolgen auch in Asylfragen die Richtlinien und Vorgaben der Regierung und der lokalen Behörden.“ Auch das Innenministerium gibt sich mehr als bedeckt:“ Wir kommentieren keine einzelnen Fälle“ heißt es auch von offizieller Seite.

 

Loading...