Frankfurt: Neues Flüchtlingslager geplant – Kommt bald die nächste Welle?

Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock

Frankfurt – Während das Außenministerium die Bedeutung des Migrationspakt herunterspielt, die Kritiker als Panikmacher abstempelt und immer wieder betont wird, die Flüchtlingszahlen wären zurückgegangen, werden die Aufnahmekapazitäten in manchen Regionen wieder erweitert.  Wie die FAZ erfahren hat, sollen bereits jetzt alle Flüchtlingsunterkünfte in Frankfurt belegt sein. Neue Plätze müssten dringend geschaffen werden. Daher will man wie 2016 auf eine bereits bewährte Zusammenarbeit mit der Messe Frankfurt setzen. So sollen auf dem Gelände „Zum Rebstockbad“ im nächsten Jahr bis zu 200 Flüchtlinge untergebracht werden. Das bestätigte die Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) auf Anfrage der Zeitung.

„Bis Ende 2017 war der Platz, der zur Messe gehört, schon einmal als provisorische Flüchtlingsunterkunft genutzt worden. Rund zwei Jahre lang standen 56 Wohnwagen auf dem Gelände. Ende 2017 wurde die Notunterkunft wieder geschlossen.“ Berichtet die FAZ.

Die Frankfurter Messe stellt das Gelände normalerweise Ausstellern zur Verfügung, die oft nicht zuletzt wegen der hohen Hotelpreise mit ihren Campingmobilen anreisen. Dieser „Messecampingplatz“ besitzt daher auch eine entsprechende Infrastruktur wie etwa sanitäre Anlagen. Man könne daher abermals auf diese Notlösung zurückzugreifen, erläuterte die Dezernatssprecherin. Bis Ende des Jahres sei die Messe allerdings noch an Verträge mit Ausstellern gebunden, danach steht das Gelände wieder zur Verfügung

Die genauen Vertragsdetails würden laut einem Bericht der FNP in den kommenden zwei Wochen „verhandelt.“ Eine interne Verhandlung, denn die Stadt Frankfurt ist mit 60 Prozent an der Messe Frankfurt GmbH beteiligt. Die übrigen 40 Prozent gehören dem Land Hessen. Die Messe ist also zu hundert Prozent ein staatliches Unternehmen.

Laut FNP müsse Frankfurt 15 Geflüchtete pro Woche aufnehmen, tatsächlich reichen die Kapazitäten aber gerade so für zehn. Im kommenden Jahr muss die Stadt rund 180 Flüchtlinge zusätzlich aufnehmen, dazu kommen der Familiennachzug, der nicht zum Kontingent gerechnet wird, und Geburten innerhalb der Unterkünfte. Und dann wird ja noch der Teufelspakt unterschrieben… (KL)

 

 

 

 

 

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