Türkei: Hunderttausende Syrer gehen zurück – Nationalmuseum wieder eröffnet

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Fast 300.000 Syrer haben die Türkei verlassen und sind zurück in ihre Heimat gegangen. Die im Norden des Landes eingesetzten türkischen Streitkräfte hätten für Stabilität und Sicherheit gesorgt und die Infrastruktur wiederhergestellt, erklärte nun der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar. Die Syrer in Deutschland scheinen von diesen guten Nachrichten wenig beeindruckt.
Bereits 260.000 Flüchtlinge von den 3,5 Millionen Syrern, die in der Türkei Zuflucht gefunden haben, sind laut türkischen Angaben wieder zu Hause. Die türkische Armee hatte 2016 im Norden Syriens den Einsatz „Euphrat Schild“ begonnen, um die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die Kurdenmiliz YPG aus dem Grenzgebiet zu vertreiben.
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In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist am Sonntag die Wiedereröffnung des Nationalmuseum mit vielen ausländischen Gästen gefeiert worden. Sieben Jahre lang war es aus Sicherheitsgründen geschlossen gewesen. Trotzdem seien viele Ausstellungsstücke von den IS-Terroristen gestohlen worden, berichtet der syrische Blogger und Comedian Treka Zn. Der syrischen Regierung sei es gelungen, sie alle wieder zurückzukommen holen. Das Museum hat nun wieder seine Türen für Syrer und Touristen geöffnet. Angesichts der Wiedereröffnung des Museums tobt der Tagesspiegel sich in einem zynischen Kommentar über den „Propagandaerfolg des Regimes“ aus: „Ja, es ist eine positive Nachricht. Es geht den Artefakten gut. Die Sammlungen des Nationalmuseums Damaskus sind vor allem für ihre Grabbildnisse berühmt. Wenn man die Wahl hätte – in Syrien wäre es wünschenswert, ein Museumsstück zu sein. Die werden besser dort behandelt als die Menschen“, ätzt Autor Rüdiger Schaper. (MS) 

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