Kritik von Kirchenrechtler an EKD: Antisemiten hui – AfD pfui

Foto: Collage

Köln – Scharfe Kritik am Ausschluss der AfD vom evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 kommt jetzt auch von Kirchenrechtler Hans Michael Heinig. In einer vom Domradio wiedergegebenen Meldung der Nachrichtenagentur epd nennt der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts die Entscheidung der EKD widersprüchlich und inkonsequent. Dies betreffe nicht nur den Ausschluss der Partei von den Veranstaltungen, sondern auch den Umgang mit der oft aggressiv antisemitischen israelkritischen BDS-Bewegung. In diesem Fall hätte der Kirchentag keinen Ausschluss erwogen, schrieb Heinig in einem Meinungsbeitrag der Zeitung „Zeitzeichen“. Die Abkürzung BDS steht für Boykott, Desinvestition und Sanktionen. Aktivisten der Gruppe rufen unter anderem zu einem Boykott israelischer Produkte auf. Eine Maßnahme, die besonders in Deutschland eine unrümliche Tradition hat. 

Zum Ausschluss der AfD meinte Heinig: „Einerseits hieße es in dem Beschluss des Kirchentagspräsidiums, niemand werde wegen seines Parteibuchs ein- oder ausgeladen. Zugleich aber sollen alle Vertreter der AfD qua Parteizugehörigkeit disqualifiziert sein, am Kirchentagsprogramm mitzuwirken“.  Also sei doch die Parteizugehörigkeit entscheidend.

Ebenso widersprüchlich findet der Kirchenrechtler, dass einerseits AfD-Mitglieder ausgeladen, aber AfD-Wähler und Sympathisanten wieder zu Gesprächen eingeladen sind.

Diesen Eiertanz versucht die Generalsekretärin des Kirchentags Julia Helmke – promovierte Theologin mit Medienschwerpunkt – in „Zeitzeichen“ wie folgt zu erklären: „Die Mechanismen und Strategien des rechten Populismus beginnen zu wirken“. Weiter heißt es: „Es ist das perfide Wechselspiel von gezielter Provokation und nachträglicher Relativierung, die Narration, als sogenannte andere definierte Menschen für gesellschaftliche Probleme verantwortlich zu machen und auszugrenzen.“ Zu den gesellschaftlichen Problemen gehören wahrscheinlich auch Gruppenvergewaltigungen, Messertacken und Sexmobübergriffe, für die man den Klimawandel und die „Köterrasse“ verantwortlich machen muss. Alles klar! Noch Fragen? (KL)

 

 

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11 Kommentare

  1. >> „Es ist das perfide Wechselspiel von gezielter Provokation und nachträglicher Relativierung, die Narration, … “
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    Ich hasse (Achtung Hassrede) den Ausdruck Narration.
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    Die Julia Helmke, die Studiduierte, sollte solche Beispiele Unterlassung.
    Relativierung mit „also Narration“ – also eine Erzählung – gleichzusetzen?
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    Was kann die sonst noch?
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    Kirchensteuer abschaffen.
    Gehälter für den Klerus abschaffen.
    Subventionen für die Kirchen (ALLE, vor allem den Islam und deren Vereinen) abschaffen.
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    Sollen sie doch von den Spenden ihrer Schäfchen leben.
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    PS: Dann vergessen sie sicher auf das störende Läuten bei Demonstrationen.
    Wenn ich könnte, würde ich bei dem kirchlichen Geläute – der zum Gottesdienst (DIENST !) aufruft, überdimensionale Lautsprecher mit Muezzingetöne erschallen lassen.

    • Der Ausdruck „Narrativ“ bedeutet, daß das Gesagte keinen Anspruch auf Wahrheit hat- es ist Relativierungsvokabular der postmodernen Kulturmarxisten.

    • Keine Kirchensteuer mehr? Das wäre ideal! Ich frage mich immer, wie können die Religionen in Staaten überleben, die keine Kirchensteuer erheben?

    • Kirchensteuer gibt es nur in sehr wenigen Staaten.
      Auf Dauer muß man die Kirchensteuer in D allein deshalb abschaffen, weil sie als Status sonst auch der Islam beanspruchen kann.

  2. Julia Helmke benutzt den postmodernen Narrativ des Relativierens und Entwertens. Sie benutzt ihn, denn nicht mal darin sind diese Relativierer konsequent, zur Stigmatisierung von Andersdenkenden (hier der AfD, könnten aber auch Christen oder Juden sein-. Keinesfalls aber Muslime, denn die sind Teil des Devotionalienhandels…).

    Mit diesem Vorgehen ist sie paradigmatisch für die gesamte kulturmarxistische Szene.

    Winner is: AfD und die intellektuelle sogen. „neue Rechte“, die allesamt ein echtes kulturkritisches Verständnis pflegen, aber dies mit dem Ziel, Werte zu begründen.

    Der Kulturmarxismus, wie hier von Helmke demonstriert, generiert keine Werte (nicht nur, daß alles „anti-X“ ist, sondern auch, daß man keinen genuinen Zugang zu Werten hat),- ist mithin nur destrukktiv!

  3. Ohne Religionen lebt es sich friedlich.
    Man muss nicht in einer Religion sein, um einen Glauben zu haben.
    Religionen trennen Menschen, und genau das ihr Fehler.
    Wer sich trennen lässt, hat verloren.

    Ich weiß, dass es das Göttliche gibt. Wer sehen, hören, schmecken, fühlen und riechen kann, der bekommt doch mit, dass das Göttliche allumfassend ist. Der Tot ist der Beginn der Reise, nicht das Ende. Genießt das Leben und zerstört euch nicht gegenseitig.

    Wozu braucht man denn dann bitte eine Religion? Vor allem eine, die die eigenen Jünger zum schlachten freigibt.

  4. Ich sag es nochmal deutlich: die EKD ist kulturmarxistisch gekapert! Und um es noch deutlicher zu machen: Marxismus und Christentum sind in allem Grundlegenden Antinomien, sie schließen sich aus! Die EKD hat nichts mehr mit dem Christentum zu tun!

  5. Ohne Religionen lebt es sich friedlich.
    Man muss nicht in einer Religion sein, um einen Glauben zu haben.
    Religionen trennen Menschen, und genau das ihr Fehler.
    Wer sich trennen lässt, hat verloren.

    Ich weiß, dass es das Göttliche gibt. Wer sehen, hören, schmecken, fühlen und riechen kann, der bekommt doch mit, dass das Göttliche allumfassend ist. Der Tot ist der Beginn der Reise, nicht das Ende. Genießt das Leben und zerstört euch nicht gegenseitig.

    Wozu braucht man denn dann bitte eine Religion? Vor allem eine, die die eigenen Jünger zum schlachten freigibt.

  6. Die Kirche ist doch ein Verein, der an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten ist.

    Die haben in ihrer unrühmlichen Vergangenheit immer schon ihr Fähnchen in die Richtung des gerade herrschenden politischen Wind gedreht.

    Zum Glück kehren immer mehr Menschen diesem Verein den Rücken zu.

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