Fassungslos: Nur 6 Jahre für Mord an Leon in Lünen

Die Jugendstrafkammer in Dortmund hat den Mörder von Leon Hoffmann zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt. Die Anklage lautete auf „Heimtückischer Mord“, verurteilt wurde er aber nur wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“.

Am 23.1.2018 wurde der 14-jährige Schüler am Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen von einem damals 15-jährigen Kasachen (heute 16) mit einem Messer ermordet (jouwatch berichtete).

Die Famile Hoffmann fühlt sich seitdem von der Justiz und der Bundesregierung völlig allein gelassen. „Wir haben nichts von unserer Kanzlerin gehört. Kein Beileid, gar nichts. Ich habe sogar an die zugehörige Poststelle der Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben, aber da kam bis heute überhaupt keine Antwort“, berichtete die Tante des Jungen im Gespräch mit jouwatch.

Angesichts des milden Urteils waren die Eltern völlig fassungslos. „Es ist nicht zu fassen“, sagte eine Freundin der Familie gegenüber jouwatch. „Der Täter wird 6 Jahre ins Jugendgefängnis kommen und wahrscheinlich nach wenigen Jahren auf Bewährung frei sein. Leons Eltern werden ihr Leben lang leiden.“

Angeblich sei „keine Tötungsabsicht erkennbar“ gewesen, begründete das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat eine Woche Zeit gegen das Urteil Einspruch einzulegen. Die Eltern, die als Nebenkläger in dem Fall auftraten, erwägen nun ebenfalls in Berufung zu gehen.

 

Spenden an die Familie von Leon bitte an:

Name: Eheleute Hoffmann
Verwendungszweck: Ein Zeichen für Leon
IBAN : DE46 4415 2370 0306 2447 73

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