Keine Augstein-Kolumnen mehr bei SpOn: Ich bin Vertreter grüner Wohlstand-Dekadenz

Jakob Augstein (Bild: Jakob_Augstein_2010.jpg; CC BY 2.0; siehe Link)
Jakob Augstein (Bild: Jakob_Augstein_2010.jpgCC BY 2.0; siehe Link)

Es war seine letzte Kolumne bei „Spiegel Online“ (SpOn) – und sie trug passender Weise den Titel „Am Ende“. Salonkommunist Jakob Augstein wird nicht mehr schreiben. Wer sich durch seine Gedanken über Merkels Abgang durchgekämpft hatte, las ganz zum Schluss: „Mit diesem Text verabschiedet sich der Autor vorerst von diesem Platz. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.“

Zuvor hatte er auf Twitter noch ein anderes Geständnis abgelegt. Als ein Follower ihn fragte, was die Grünen zu bieten haben, „was diesen Stimmenzuwachs rechtfertigt“, zwitscherte er zurück:

Jabkob Augstein weiß, wie Grüne ticken (Bild: Screenshot)
Jakob Augstein weiß, wie Grüne ticken (Bild: Screenshot)

Er gibt also zu, dass sein politisches Tun nur mit der Befriedigung seiner ureigenen, psychischen Befindlichkeiten und Eitelkeiten zu tun hat. Henryk M. Broder hat bereits vor einem Jahr über Augstein festgestellt, dass der Spiegel-Erbe als Vordenker Mittelmaß, als Trittbrettfahrer aber spitze sei. Das hat er für sich und die ihm artgleichen Grünen-Wähler nun perfekt bewiesen.

Was beruhigt: Augstein wird den Menschen damit nicht mehr auf die Nerven fallen. Nach acht Jahren beendet er seine „Im Zweifel Links”-Kolumne. Was bedeutet „vorerst“? „Ich mache einfach mal ein Jahr Pause, das ist alles”, antwortete er auf Nachfrage von Meedia. Mehr wollte Augstein nicht sagen. Der Verlag ergänzt: „Jakob Augstein legt auf eigenen Wunsch eine Pause von einem Jahr ein, um sich anderen Projekten zu widmen.” Er solle Spiegel Online aber als Autor erhalten bleiben.

Auch für den gedruckten „Spiegel“ will er seine Arbeit einstellen. Die gleichnamige Kolumne soll ebenfalls nicht mehr erscheinen. Ob er auch dort eine einjährige Pause einlegt, beantwortet er noch schwammiger: “Que sera sera. Keine Ahnung.” (SB/WS)

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