Boris Palmer ist genervt von der Antifa: Die wollen Polizisten brennen sehen

Polizisten sollen brennen? (Bild: Screenshot)
Polizisten sollen brennen? (Bild: Screenshot)

Tübingen – Am vergangenen Samstag demonstrierte mal wieder das „Who is Who“ der Linksextremisten gegen die Rodung des Hambacher Forst an. In Tübingen haben Gruppierungen wie die „Antifa Reutlingen-Tübingen“, „Tübingen gegen Rechts“ oder die Extremisten von „Ende Gelände Tübingen“ den Umweltschutz für sich entdeckt Auf ihren Slogans fordern sie: „Verbrennt Polizisten, keine Kohle“. Tübingens grüner OB Boris Palmer stellt die Frage in den Raum: Was wäre, wenn da „Refugees“ statt Polizisten stünde? Die Linksextremisten schäumen.

Wenn es darum geht, für das vermeidlich „Gute“, also für linke Positionen zu kämpfen, ist es in weiten Teilen von linken – und inbesondere in linksextremistischen Kreisen mehr als legitim, Gewalt anzuwenden. Genau diese Einstellung zeigten am vergangenen Samstag rund 500 „Demonstranten“, die in Tübingen für den „Hambi“ – den Hambacher Forst – demonstrierten. Gruppierungen wie „Antifa Reutlingen-Tübingen“, „Tübingen gegen Rechts“ oder die Extremisten von „Ende Gelände Tübingen“ marschierten mit, so dass Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer sich offensichtlich genötigt sah, auf Facebook Stellung zu beziehen:

„Die Antifa bemächtigt sich leider auch der Umweltthemen“, postet das grüne Stadtoberhaupt. Unter Demonstranten und Transparente hätten sich auch menschenfeindliche Sprüche gemischt, so Palmer weiter und zeigt in seinem Post, welches Gedankengut diese Linksextremisten vor sich hertragen. Graffitis mit dem Slogan „Burn Cops, not Coal“ („Verbrennt Polizisten, keine Kohle“) oder „System Change not Climate Change“ („Systemwandel, nicht Klimawandel“).

Palmer stellt fest: „Polizisten verbrennen ist genau so schlimm wie Asylbewerber verbrennen.“

Das war offensichtlich für die linksextreme Truppe von „Ende Gelände Tübingen“ zu viel der grünen Intervention. „Spuckelos“ postet der Veranstaltern des „Climate March“:

Palmer, der seit geraumer Zeit wegen zuwanderungskritischer Äußerungen innerparteilich angefeindet wird, legt nochmal nach und fragt: „Wenn nur Polizisten brennen sollen, finden die Kommentatoren hier erstaunliche Ausreden. Das sei Freiheit der Kunst. Wer Gewalt gegen Polizisten genau so ablehnt wie gegen Asylbewerber, der relativiere die Gewalt der Rechten. Die Urheber könnten auch rechte Provokateure sein und die Antifa-Signatur eine Fälschung. Wer gegen Nazis sei, dürfe nicht kritisiert werden usw.

Ich bin absolut sicher: Wen da „refugees“ statt „cops“ stünde, wäre die Hölle los.

Ein Argument fand ich besonders interessant: Gewalt gegen Asylbewerber sei real, gegen Polizisten nicht. Da ist die Statistik hilfreich: 2017 gab es 247 Übergriffe auf Asylbewerber laut BKA. Im gleichen Jahr wurden 73.000 Polizistinnen und Polizisten Opfer von Straftaten. Allein 4600 wurden Opfer schwerer Gewalt.

Man kann also kaum behaupten, dass Gewalt in diesem Land nur Asylbewerber betrifft und für die Polizei keine Gefahr darstellt. Der Respekt vor der Polizei schwindet immer mehr. Solche Sprüche verstärken da. Und was soll eigentlich die Familie eines Polizisten denken, wenn das als harmloser Scherz abgetan wird?“

Wurde Palmer auf dem vergangenen Deligiertenparteitag seiner Partei von der linksgrünen Genossin Canan Bayram von der Bühne herunter noch aufgefordert, „doch mal die Fresse zu halten“, so wird ihm nun „Geschmacklosigkeit“ attestiert. Genossin Maike Pfuderer, Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft „LAG Queergrün“ bemerkt:  „Das ist keine Satire, das ist eine Schweinerei!“ (SB)

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