Linke Mehrheit verweigert französischem Helden das Andenken

Arnaud Beltrame (Bild: Gendarmerie Nationale, France; CC BY-SA 4.0: siehe Link)
Arnaud Beltrame (Bild: Gendarmerie Nationale, France; CC BY-SA 4.0: siehe Link

Franckreich/Marseille – Es war ein Akt von menschlicher Größe. Der 44-jährige Offizier der Gendarmerie, Arnaud Beltrame, bot sich einem islamischem Attentäter als Austausch für eine Geisel an. Der Dschihadist richtet Beltrame regelrecht hin. Nun verweigerte die linke Mehrheit im Stadtsenat von Marseille, einen Platz nach dem heldenhaften Polizisten zu benennen.  

Beim Anschlag  auf die südfranzösischen Städte Carcassonne und Trèbes schoss der 26-jährige Dschihadist Radouane Lakdim am Morgen des 23. März 2018 in Carcassonne auf die Insassen eines Autos. Er tötete den Beifahrer mittels Kopfschuss und verletzte den Fahrer. Nachdem er kurze Zeit später auf eine Gruppe von Polizisten schoss, fuhr er in das nahe gelegene Trèbes und überfiel dort einen Supermarkt, verschanzte sich dort und nahm Geiseln. Im Supermarkt erschoss er den Fleischverkäufer und eine weitere Person. 

Der 44-jährige Offizier der Gendarmerie, Arnaud Beltrame, bot sich als Austausch für die letzte verbliebene Geisel, eine Frau, an. Gegen Mittag schoss der Muslim Lakdim auf seine Geisel Beltrame. Daraufhin stürmten GIGN-Spezialkräfte der Gendarmerie nationale den Supermarkt. Bei der folgenden Schießerei wurde der Geiselnehmer erschossen. Beltrame wurde nach der Befreiung des Supermarktes mit lebensgefährlichen Stich- und Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort kurze Zeit später. Laut Autopsiebericht starb Beltrame an den Folgen der Schnittverletzungen im Bereich der Kehle, die ihm der Dschihadist neben der Schussverletzung zufügte. Beltrame wurde in Paris unter Beisein des Staatspräsidenten mit allen Ehren bestattet.

Ein halbes Jahr nach Beltrames Ermordung wurde nun ein Antrag auf Umbenennung eines Platzes zu Ehren des selbstlosen Polizeibeamten im Stadtrat der südfranzösischen Metropole Marseille abgelehnt. Als Begründung wurde angegeben, dass sich die Bevölkerung Marseilles in den Jahren verändert hätte und ein solcher Platz die Einwohner „provozieren könnte“.

Um welche Einwohner, die sich durch die Ehrung eines Nationalhelden, der von einem islamischen Attentäter hingerichtet wurde, gestörten fühlen, wurde von den im Stadtrat sitzenden Sozialisten und Kommunisten nicht benannt. „Einen Nationalhelden zu ehren, der sein Leben für jemand anderen gegeben hat, soll eine Provokation sein?“, empörte sich der Abgeordnete Stéphane Ravier der patriotischen Partei Rassemblement National (früher Front National) im Marseiller Stadtrat. Aber Kollaboration mit dem Feind habe bei Linken Tradition, so Ravier weiter. Bei Verrat könne man sich immer auf die Linken verlassen. Doch sie würden sich vor der Geschichte zu verantworten haben, wie der PRN-Politiker von Valeurs zitiert.

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