Kollege entlarvt AP-Journalisten als Lügner

screenshot Daily Star
screenshot Daily Star

Tommy Robinson hat erst einmal das erreicht, was er beabsichtigte. Er verließ gestern den Gerichtsaal vorerst als freier Mann. Seine umfassende Argumentation hatte den Richter wohl beeindruckt und Zweifel an den erhobenen Vorwürfen gegen Robinson aufkommen lassen. Der Fall sei „komplex“, meinte Richter Nicholas Hilliard und verwies den Fall an den Generalstaatsanwalt. Ein neuer Verhandlungstermin wird in einigen Monaten erwartet. Vor dem Gerichtsgebäude bewiesen Reporter der Mainstreammedien einmal mehr, warum sie „Lügenpresse“ genannt wird. 

Während Tommy Robinson im Gerichtsaal seine umfassende Verteidigung vortrug, hatten sich vor dem Gebäude zwischen 1500 und 2000 Unterstützer versammelt . Der australische Kolumnist und Drehbuchautor Andrew Lawton war während der Gerichtsverhandlung im Gerichtssaal anwesend und belauschte unfreiwillig ein Gespräch von zwei Journalisten in seiner Sitzreihe. Bei der Frau und dem Mann soll es sich um britische Reporter der in New York beheimateten Presseagentur Associated Press gehandelt haben. Sie schienen sich sicher zu sein, unter Gleichgesinnten zu sein und nahmen kein Blatt vor den Mund.

Es ging zuerst um einen Kommentar von Tommy Robinson, der kurz bevor er das Gericht betrat, gesagt hatte, die Medien seien die „Feinde der Bürger“ und dafür viel Applaus geerntet hatte. Die beiden fanden das offenbar total lustig – sie spotteten und kicherten und machten auch ihre ankommenden Kollegen darauf aufmerksam, dass sie auch zu den „Feinden der Briten“ gehören würden, berichtet Andrew Lawton.

In den nächsten Minuten sei die Tendenz noch deutlicher geworden.

Der männliche Reporter hatte den Kommentator Ezra Levant von Rebel Media, einen Kollegen, der Tommy Robinson unterstützt, gesichtet und gegenüber seinem Kollegen bemerkt, dass Levant anscheinend ein nicht spezifiziertes Gesetz gebrochen hatte.“Er muss verhaftet werden“, sagte er in einem ausgesprochen unfreundlichen Tonfall. „Er hat Hass geschürt.“

Nur Augenblicke später gab die AP-Reporterin an, es gebe keine Unklarheit über Robinsons Schuld. „Er ist der Missachtung des Gerichtes schuldig,“ sagte sie. „Da gibt es wirklich keinen Zweifel.“

Und dann ging es bei den beiden Reportern um die offizielle Zahl von 1500 Demonstranten, die ihnen viel zu hoch war. Die beiden beschlossen, sie auf ein ihnen erträgliches Maß runter zu rechnen. Sie einigten sich darauf, von „einigen Hundert“ zu schreiben, um das ganze „nicht noch zu befeuern“, so die Darstellung von Andrew Lawton.

Das Märchen von den „einigen Hundert“ wurde von vielen britischen Zeitungen sofort aufgegriffen und verbreitet. Die beim Lügen ertappte AP Nachrichtenagentur hatte kein Einsehen und holte zum Rundumschlag aus: „Die Press Association wird von Kunden aus Großbritannien und der ganzen Welt wegen ihrer höchsten Standards in allen Aspekten ihres Journalismus genutzt. Fairness und Genauigkeit sind die Eckpfeiler der PA-Berichterstattung und unsere Berichterstattung über den Fall Tommy Robinson ist heute ein weiteres Beispiel für diese Standards „, so AP. „Wir lehnen es ab, weitere ungenaue und irreführende Anschuldigungen zu kommentieren, die auf Bruchstücken von missverständlichen privaten Gesprächen basieren“, so die Antwort der Meinungsmacher.

Von dem Gespräch soll es einen offiziellen Mitschnitt geben. Andrew Lawton versucht nun nach eigenen Angaben, an diesen Mitschnitt zu kommen, um beweisen zu können, was er da zu hören bekam und was von AP gnadenlos abgestritten wird.

screenshot The Telegraph
screenshot The Telegraph
screenshot MailOnline
screenshot MailOnline
screenshot Daily Star
screenshot Daily Star
Loading...