„Ermordeter Journalist“ Jamal Khashoggi war Muslimbruder und Bin-Laden-Freund

Jamal Khashoggi durfte bei Bin Laden 1988 auch mal mit der Panzerfaust spielen

Der rätselhafte Tod des saudischen Exiljournalisten Jamal Khashoggi erhitzt die Gemüter und beschäftigt sogar die deutsche Bundeskanzlerin. Doch Khashoggi war bei weitem nicht nur ein „Menschenrechtsaktivist“ und „kritischer Journalist“, wie jouwatch jetzt enthüllt.

„Was Rüstungsexporte anbelangt, kann das nicht stattfinden, in dem Zustand, in dem wir im Augenblick sind“, kommentierte Bundeskanzlerin Merkel laut Spiegel in ihrem üblichen eleganten Grundschul-Deutsch die gegenwärtigen Beziehungen zu Saudi Arabien.

Linke, Grüne und Große Koalition waren sich alle einig, dass Deutschland das Königreich auf der Arabischen Halbinsel, dem zweitgrößten Waffenkunden der BRD, vorerst nicht mehr mit Waffen beliefern dürfe. AfD-Außenexperte Armin Hampel schlug in die gleiche Kerbe wie alle anderen Parteien: „Die Bundesregierung muss jetzt über den Rüstungsexportstopp hinaus handeln, sonst macht sie sich völlig unglaubwürdig,“ so Hampel in der Tagesschau gestern.

Doch all diese Politiker laufen Gefahr, im Machtpoker zwischen Saudi Arabien, Iran und Erdogans Großtürkei zum Spielball zu werden, in einem Fall der längst nicht aufgeklärt ist und täglich mehr Fragen aufwirft. Schließlich beruhen die peinlichen Enthüllungen im Fall Khashoggi vornehmlich auf Nachforschungen des türkischen Geheimdienstes, der auch eng mit dem IS und dem Iran kooperiert. Die Türken verfügen angeblich über Audio- und Videoaufnahmen des Mordes, so dass man sich fragen muss, woher der türkische Geheimdienst solche Informationen hat.

Der ermordete saudische Exiljournalist ist jedenfalls weit mehr, als ein „Menschenrechtsaktivist“ und „kritischer Journalist“, wie er gerne in den Medien dargestellt wird. Khashoggi war seit den 80er Jahren Mitglied der Muslimbrüderschaft, und befreundete dort den jungen Osama Bin Laden, wie der Autor Lawrence Wright im Buch „Looming Tower“ (bekannt als TV-Serie auf Amazon Prime) enthüllt.

Am 4. 5. 1988 erschien eine Reportage von Khashoggi aus Afghanistan in der saudischen „Arab News“, nach der Khashoggi jedoch weit mehr war als ein einfacher Journalist. Unter dem Titel „Junge Saudis kämpfen Seite an Seite mit Mudschaheddin“ interviewte Khashoggi Bin Laden und ließ sich selber mit einer bewaffneten Truppe und einer RPG-9 abbilden.

Nach den Attentaten vom 11. September gab Khashoggi den USA die Schuld und verband „was passiert ist“ mit dem „Geschehen in Palästina“. „Es ist an der Zeit, dass die USA verstehen, welche Auswirkungen ihre Politik hat. Aber solches Verständnis gehört leider noch nicht zur amerikanischen Wirklichkeit“, zitiert ihn Daniel Greenfield auf Frontpagemag.

Das Simon Wiesenthal Center hat außerdem auf antisemitische Tweets Khashoggis hingewiesen, die die jahrtausendealte jüdische Geschichte in Israel leugen. Darin nennt Khashoggi das Grab des Propheten Joseph in Nablus „eine jüdische Lüge“. Er behauptet, der Westwall des Tempels in Jerusalem sei „erfunden“: „Die Juden haben keine Geschichte in Palästina.“

Josh Block, CEO des Israel Projects in USA, nannte Khashoggi „eine Islamisten-Marionette & bezahlten Spion für Katar, Türkei und Turki al Faisal, dessen ‚Journalismus’ eine Tarnung für seine Agitation war, der sein Lob für Hamas in blumige Wort packte und die gewaltsame Zerstörung Israels forderte.“

Eine lückenlose Aufklärung im Fall Khashoggi tut Not. Davor sollten sich Angela Merkel und alle anderen vermutlich mit voreiligen Schlüssen im Machtkampf zwischen Ankara, Teheran und Riyadh zurückhalten.

 

(Update: Laut Sky News sollen jetzt Leichenteile von den türkischen Ermittlern gefunden worden sein.)

 

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