Afghane bedroht Zugreisende

Bahnsteig (Bild: Shutterstock.com/Von Tero Vesalainen)
Bahnsteig (Bild: Shutterstock.com/Von Tero Vesalainen)

Thüringen/Gräfenroda  – Ein 21-jähriger afghanischer Staatsangehöriger machte am Sonntagabend gegen 18:00 Uhr im Bahnhof Gräfenroda lautstark durch Herumbrüllen auf sich aufmerksam. Dabei soll er auch das Wort „Bombe“ fallen gelassen haben.

Bahngäste am Bahnsteig fühlten sich bedroht und informierten über den Notruf die Landespolizei. Daraufhin fuhren Streifen von Landes- und Bundespolizei zum Bahnhof. Durch die zuerst eintreffenden Landespolizisten konnte der 21-Jährige noch am Bahnsteig gestellt werden. Nachdem ein zugleich eingesetzter Sprengstoffsuchhund nicht angeschlagen hatte, öffneten die Beamten die Reisetasche des Mannes, in der aber nichts Verdächtiges zum Vorschein kam, heißt es hierzu von der Landespolizeiinspektin Gotha. Sicherheitshalber erfolgte ein kurzzeitige Unterbrechung des Zugverkehrs.

Wie die Polizei weiter mitteilt, sei der Afghane betrunken gewesen und habe sich auf einer Zugreise nach Hamburg befunden. Warum er ausgerechnet in Gräfenroda aus dem Zug stieg und der Zug dann ohne ihn weiterfuhr, sei jedoch sein Geheimnis geblieben, so die kurzweilige Information der Polizei. Der sogenannte Schutzsuchende erklärte der Polizei später, sich nur über den weggefahrenen Zug aufgeregt zu haben.

Gegen den Mann hat die Bundespolizei Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. (SB)

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