Merkelgetreue Kulturministerin Grütters warnt Bauhaus vor Feine Sahne Fischfilet Absage

Merkels Kulturministerin Monika Grütters (CDU) kämpft für Auftritt von Linksextremisten (Bild: Grütters: Christof Rieken; Screenshot)
Merkels Kulturministerin Monika Grütters (CDU) kämpft für Auftritt von Linksextremisten (Bild: Grütters: Christof Rieken; Screenshot)

Dessau – Machtkampf: Angela Merkels Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Absage eines Konzerts der linksextremen Punkband Feine Sahne Fischfilet durch das Bauhaus Dessau kritisiert. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass rechtsextremistischer Druck ausreiche, um ein Konzert zu verhindern. Die CDU-Funktionärin kündigt nun „intensive“ Gespräche mit dem unwilligen Stiftungsrat des Bauhauses Dessau an. 

Monika Grütters, in den höheren Parteizirkel rund um Merkel im Amt der Kulturstaatsministerin tätig, möchte unbedingt, dass die Linksextremisten der Punkband Feine Sahne Fischfilet bei ZDF-Konzert am 6. Dezember im Bauhaus Dessau auftreten. Die Stiftung vermietet seit 2011 ihre Bauhausbühne zweimal jährlich für die Aufzeichnungen der ZDF-Konzertreihe [email protected]

Die Bauhaus-Stiftung hatte – nach gescheiterten Interventionsversuchen beim ZDF – von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und dem öffentlich-rechtlichen Sender samt ihrer  Deutschlandhasser-Band den Auftritt verweigert (jouwatch berichtete). In der Mainstreampresse wurde sodann kolportiert, „rechte Gruppierungen“ hätten in sozialen Netzwerken gegen das „[email protected]“-Konzert mobil gemacht. Da die Bauhaus-Stiftung Demonstrationen vor der eigenen Tür befürchte und man nicht zum „Austragungsort politischer Agitation und Aggression“ werden wolle, erfolgte dann Ende der vergangenen Woche die Absage.

Vergangene Woche hatte die  AfD als erste Fraktion das Konzert kritisiert. Kurz darauf reagierte die CDU, mit der die AfD im vergangenen Jahr eine Kommission zur Untersuchung von Linksextremismus eingesetzt hat. Sachsen-Anhalts Regierungssprecher Matthias Schuppe (CDU) bezeichnete die Einladung an „Feine Sahne Fischfilet“ als „schwer bis nicht nachvollziehbar“ und kritisierte die Politisierung der Reihe „[email protected]“, was in linken- bis linksextremistischen Fankreisen sowie in deren grün-linker politischer Vertretung für massive Entrüstung sorgte.

Merkels Kulturministerin macht sich nun ebenfalls mit Linksextremisten gemein, die in ihrem Liedtext unter anderem singen: „Deutschland verrecke, das wäre wunderbar (…) Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir ein ‚like’ gegen Deutschland / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“.

Der Sänger der Band, Jan Gorkow, bereits wegen Landfriedensbruch vor Gericht, nannte auf einem Konzert in Düsseldorf Innenminister Horst Seehofer (CSU) und AfD-Anhänger „Verfickte Arschlöcher“.

Die Tatsachen komplett auf den Kopf gestellt, argumentiert die  CDU-Funktionärin nun: „Es darf niemals der Eindruck entstehen, dass der Druck der rechtsextremistischen Szene ausreicht, ein Konzert zu verhindern“. Grütters sieht hier perfider Weise die Kunstfreiheit gefährdet und fordert: „Deshalb müssen wir von allen Beteiligten auch immer wieder einfordern, diese Verantwortung stets wahrzunehmen“. Verwerfungen wie die aktuellen würden zeigen, wie dringend nötig auch in der Pop-Musikwelt ein „ethischer Kompass“ ist, so die absurde Forderung einer Politikerin, die just diese beklagten „Verwerfungen“ mit zu verantworten hat. Grütters kündigte an, dass das Thema im Stiftungsrat des Bauhaus Dessau und mit dem ZDF intensiv besprochen werden müsse.

Rückendeckung erhält Grütters von Berlins linkem Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Nachdem Lederer sich dem unbequemen Direktor der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen entledigt hat, versucht er nun auch im Fall des Bauhaus Dessau seine linke Agenda durchzudrücken. Wie der Tagesspiegel berichtet, bejammert auch Lederer, dass die Mobilisierung gegen das Konzert ein Angriff auf die Kunstfreiheit sei. Der Deutsche Kulturrat nannte die Untersagung des Konzertes durch die Bauhaus-Stiftung einen Skandal.

Die Linksextremisten von Feine Sahne Fischfilet teilten am Samstag noch mit, dass sie sich dem „Druck von AfD, CDU und der lokalen Neonazi-Szene auf die Stiftung“ nicht beugen werden. Das setze „neue Maßstäbe in Sachen Erbärmlichkeit“, so jene Band, die es „wunderbar“ findet, wenn „Deutschland verreckt“. Die Aufzeichnung des ZDF werde an anderer Stelle stattfinden, so der die „singenden Linksextremisten“. (SB)

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