Der Jakobsweg ist out – jetzt wird für muslimische Migranten gepilgert

Jakobsweg (Bild: shutterstock.com/Von bepsy)
Jakobsweg (Bild: shutterstock.com/Von bepsy)

Rom – „Ich bin dann mal weg“ sagt sich so mancher Gutmensch demnächst, wenn er zu einer besonderen Pilgerfahrt aufbricht. Doch nicht, um wie Hape Kerkeling am Grabe des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela seinem Leben einen neuen Sinn zu geben, sondern um mit „Solidaritäts-Pilgermärschen“ zusammen mit Flüchtlingen ein Zeichen gegen „Fremdenhass und Rassismus“ zu setzen.

Angeregt hat diese neue Art des Pilgerns der Vatikan. Laut einem Bericht des Domradios sollen auf einer Million Kilometer Fußmärsche weltweit für „Liebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft“ geworben werden.  Weiter berichtet die kirchliche Nachrichtenplattform: „In Zeiten „starker Spaltungen“ müssten der Rhetorik von Hass, Angst und Gewalt „Zeichen von Liebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft“ entgegengesetzt werden,“ so der Präsident von Caritas Internationalis, Manilas Kardinal Luis Antonio Tagle, der die Aktion am Sonntag eröffnet.

Der Kirchen-Sozial-Funktionär wird den ersten Solidaritäts-Pilgermarsch vom römischen Viertel Trastevere zum Petersplatz anführen, teilte das Presseamt des Vatikans mit.

Million Kilometer für Migranten

Mit dem „Marsch in Rom“ gibt Kardinal Tagle zugleich den Startschuss zur Pilger-Aktion im Rahmen der Kampagne „Share the Journey“ (Begleite den Weg). Angeregt hatte die Kampagne Papst Franziskus im September 2017. Für die angestrebten eine Million Kilometer sind zwei Jahren eingeplant. Organsiert wird der Marsch mit Migranten von Caritas Internationalis, dem Dachverband der nationalen Caritasorganisationen. Nach Vatikanangaben haben bereits mehr als 160 Caritas-Organisationen weltweit ihre Teilnahme zugesagt. Von Trastevere bis zum Petersplatz sind es immerhin schon zwei Kilometer. (KL)

 

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