Berlin-Neukölln: Linke terrorisieren vermeintliches AfD-Mitglied

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Antifa in Aktion. Foto: Shutterstock

Es ist der blanke Terror gegen ein vermeintliches AfD-Mitglied. Türen werden eingetreten, Fäkalien ausgeschüttet, die Nachbarschaft aufgehetzt und Ärzte davor gewarnt, Patienten zu überweisen – die Antifa packt in Berlin-Neukölln ihr ganzes Repertoire aus, um einen Physiotherapeuten zu vertreiben. Doch der Mann hat mit der AfD nicht einmal etwas zu tun. Sergey Braune fleht nun die Politik um Unterstützung an, die Linksextremisten zurückzuziehen.

Vor einem Jahr hatte Braune die Praxis von der Frau des AfD-Bezirksverordneten Wolfgang Holzhausen gekauft. Den Namen behielt er dabei, da es sich um etabliertes Unternehmen mit großem Patientenstamm handelt.

Seit dem Sommer verteilt die „Antifa Berlin“ Flugblätter, beschmiert immer wieder Hauswand und den Eingangsbereich der Praxis, ruft Ärzte dazu auf, keine Patienten in die angeblich rassistische Praxis zu überweisen. Der alltägliche linke Terror sorgt nun deswegen für Aufregung, weil in diesem Fall das Opfer gar nicht Mitglied der AfD ist.

Die Welt veröffentlichte jetzt Braunes Hilferuf an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Darin schreibt er: „Die Tatsache, dass es einen Bezirksverordneten von der AfD mit gleichem Nachnamen wie im Praxisnamen gibt, überzieht meine Praxis mit Übergriffen der Antifa.“ Anfang des vergangenen Jahres habe er „das Therapiezentrum Holzhausen von der Vorbesitzerin Frau Holzhausen übernommen“, der AfD-Bezirksverordnete Wolfgang Holzhausen sei weder Inhaber noch Teilhaber und auch nicht Mitarbeiter in der Physiotherapiepraxis. „Auch bin ich nicht politisch aktiv und auch in keiner Partei, was auch auf meine Mitarbeiter zutrifft. Alle Vorwürfe der Antifa treffen auf meine Praxis nicht zu!“

Daher fordert Braune die BVV auf, „in der nächsten Sitzung ein derartiges Verhalten öffentlich zu verurteilen, damit politisch Unbeteiligte vor Verleumdungen der Antifa geschützt werden und nicht in der eigenen Existenz unberechtigt bedroht werden“.

Aufgrund der Antifa-Aktivitäten will Braunen seine Praxis nun in „Physiozentrum Neukölln“ umbenennen, damit die „Aktivisten verstehen, dass ich nichts mit der AfD zu tun habe“. Ihn ärgere, „dass die Aktivisten nicht einmal recherchieren, bevor sie einen vermeintlichen AfD-Politiker“ schädigen.

Auf den ständig an der Praxis angebrachten Aufklebern ist zu lesen: „Achtung! Hier betreibt der Treptow-Köpenicker AfD-Politiker Wolfgang Holzhausen das Therapiezentrum Holzhausen. Wir haben keinen Bock auf die Rassisten der AfD in unserer Nachbarschaft!“ Die Polizei hat bisher keine Täter ermittelt.

Auch weniger gewalttätige Gruppen als die Antifa beteiligen sich an der Denunziation des Therapeuten. Sie verteilten in den umliegenden Briefkästen Flugblätter, in dem es im vermeintlich freundlichen Ton heißt: „Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Sie kennen vielleicht die Physiotherapie-Praxis Holzhausen in der Sonnenallee 124, also direkt bei Ihnen im Kiez. Möglicherweise waren Sie sogar schon einmal dort. Wir müssen Ihnen allerdings empfehlen, dort nicht mehr hinzugehen. Diese Praxis wird von einem AfD-ler betrieben.“

Dann heißt es: „Wir finden dass PatientInnen wissen sollten, auf was und wen sie sich in einer Praxis einlassen. Wer hat schon Bock, auf der Massageliege zu liegen und im Rücken einen AfD-ler zu haben? Gerade hier in Neukölln, wo viele MigrantInnen und AntirassistInnen leben, sollte es ein Mann wie Holzhausen nicht leicht haben.“

Das hat er in der Tat nicht. Ob die Kommunalpolitik die Antifa in diesem Fall bittet, sich doch lieber wieder auf tatsächliche AfD-Mitglieder zu konzentrieren, entscheidet sich in der nächsten Sitzung. (WS)

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